Kleve: Chinesische Forscher besichtigen Milchviehbetrieb Siebers

Betriebsbesichtigung : Chinesische Forscher besichtigen Milchviehbetrieb

Die Forscher aus Fernost erkundeten den Betrieb von Siebers Landwirtschaft, am Oraniendeich in der Nähe von Griethausen.

Wie kann man moderne und zugleich umweltfreundliche Milch produzieren? Das wollten einige hochrangige Wissenschaftler aus China wissen und begaben sich dafür ins Kleverland. Unter Leitung der ADT Projekt GmbH aus Bonn besichtigten sie den Betrieb von Siebers Landwirtschaft am Oraniendeich in der Nähe von Griethausen.

Senior-Chef Leo Siebers erläuterte den Gästen aus Fernost die Besonderheiten des Hofs. 64 mal 120 Meter misst der Stall, in dem Hunderte Kühe stehen. Das Gebäude ist sehr hoch und auf den obersten vier Metern komplett offen. Durch die Sogwirkung kommt es zu einem natürlichen Luftaustausch: Die warme Luft wird nach oben gesogen und entweicht unter dem Dach aus dem Stall. „Je heißer das Dach wird, desto stärker ist die Thermik“, erläuterte Siebers. Auf diese Weise können die Landwirte auf eine externe, Strom fressende, Belüftung verzichten.

Das Spülwasser im Melkstand wird gereinigt und kommt nicht mit der Gülle in Berührung. Alle zwei Stunden werden die Gänge im Stall abgeschoben. Die Futterreste gelangen über einen Abwurfschacht direkt in die Biogasanlage. Die 3000 Kubikmeter Methan, die dort produziert werden, dienen zur Versorgung des 400-kw-Blockheizkraftwerks. „Täglich fallen hier 55 Kubikmeter Gülle an, mit denen wir Strom erzeugen“, erläuterte Leo Siebers den chinesischen Wissenschaftlern.

Das Futter für die Holstein-Rinder baut Familie Siebers selbst an: Gras, Mais und Pressschnitzel dienen als Grundlage. Die chinesischen Forscher waren beeindruckt. Wofür genau sie ihre Erkenntnisse verwenden wollen, wurde zwar nicht deutlich, aber gelohnt haben wird sich der Besuch allemal.

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