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Kleve bekommt eine dreibändige Stadtgeschichte

Mehrjähriges Unterfangen : Kleve bekommt eine dreibändige Stadtgeschichte

Ein Herausgeber-Trio um Stadtarchivarin Katrin Bürgel wird eine moderne Geschichte der Stadt Kleve auflegen. Einstimmig wurde das mehrjährige Unterfangen von der Politik begrüßt.

Mit großer Mehrheit begrüßten die Politiker im Ausschuss für Kultur- und Stadtgestaltung das Vorhaben der Verwaltung, eine moderne Stadtgeschichte aufzulegen. Einstimmig wurde das mehrjährige Unterfangen dann auch nach Vorlage beschlossen, nachdem Stadtarchivarin Katrin Bürgel das Vorhaben den Ausschuss-Mitgliedern vorgestellt hatte. Zusammen mit dem ehemaligen Stadtarchivar Bert Thissen und Prof. Margret Wensky, Landschaftsverband Rheinland, wird Bürgel das große Werk herausgeben. Die Stadtarchivarin ließ bei der Vorstellung des Vorhabens eigentlich keinen Zweifel daran, dass eine neue Geschichte der Stadt vonnöten ist.

Denn die jüngste stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde 1905 noch ein zweites mal aufgelegt. Endet also mitten in der Hochzeit des Kurbades Cleve, kennt die beiden verheerenden Weltkriege nicht und nicht die Gräuel während der Nazi-Zeit und nicht die Zerstörung der Stadt Ende des Krieges und auch nicht die Industrialisierung und den Wiederaufbau. Im Grunde fehlt die komplette Moderne.

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Bürgel versuchte der Politik klar zu machen, dass man jetzt mit dem Herausgebertrio und möglichen künftigen Autoren die Fakten sammeln müsse und später auch über eine attraktive Bebilderung nachdenken möchte. Zumal das Archiv selber ja über zahlreiche Fotografien zur Stadtgeschichte verfüge, die man auch gerne verwenden wolle. Georg Hiob (CDU) erklärte, dass seine Partei das Projekt umfänglich begrüße. Er frage sich allerdings, was später die Klever Bürger dafür bezahlen sollen und ob man das Ganze nicht e-book-mäßig besser aufstellen könne. Daniel Boumanns (SPD) sagte, dass seine Fraktion die Auflage einer neuen Stadtgeschichte als bitter nötig ansehe, er frage sich aber, wie dieses Werk ausgerichtet sei. Bürgel stellte heraus, dass man hier ein Nachschlagewerk anstrebe, das von mehreren Autoren rund um das Herausgebertrio geschrieben werde und dass man sicherlich auch auf Lücken hinwiesen müsse. „Wenn es solche Lücken in einer Geschichte gibt, muss man sie eben auch benennen“, so die Stadtarchivarin. Zum Verkaufspreis erklärte Bürgermeister Wolfgang Gebing, dass dies von den noch nicht abgefragten Fördergeldern abhänge und von der Auflage. Es solle aber ein Werk sein, dass sich jeder Klever leisten könne. In Viersen gebe es eine zweibändige Stadtgeschichte für 50 Euro. Ausschussvorsitzende Hedwig Meyer-Wilmes (Grüne) mahnte schließlich, nicht zu sehr ins Detail zu gehen oder Fragen zu stellen, die man noch gar nicht beantworten könne. Man sei noch in der Phase, erst einmal Material zu sammeln. Nach der Abstimmung freute sie sich über die Einstimmigkeit: „Da muss es doch was Tolles werden“.