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Kleve: Auflösung von zwei Asylbewerberheimen amtlich

Sozialausschuss : Auflösung von zwei Asylbewerberheimen

Die Asylbewerberheime am Bahnhof und an der Stadionstraße werden aus der städtischen Satzung gestrichen. Mehr Bewohner an der Braustraße.

Die letzten Asylbewerber, die am Klever Bahnhof im von der Stadt angemieteten Übergangsheim im Gebäude der Post untergebracht waren, haben den Bau in den letzten Wochen verlassen. Seit Ende Oktober sind die bis jetzt als Asylbewerberheim genutzten Räume leer. Der Investor, der das Haus mit der Postfiliale gekauft hat, will das Gebäude bald umbauen. Das Ende der Asyl-Unterkunft an dieser Stelle hatte der Rat Ende 2019 mit einem „Konzept zur Unterbringung der der Stadt Kleve zugewiesenen Asylbewerber und Duldungsinhaber“ beschlossen. Ziele waren die Schließung des Übergangsheimes am Bahnhofplatz sowie notwendige Umbaumaßnahmen im Übergangsheim in der alten Hauptschule an der Braustraße, die künftig als Heim genutzt wird.

„Die Umbaumaßnahmen konnten fristgerecht im Herbst 2020 abgeschlossen werden. Die Bewohner des Übergangsheimes am Bahnhofplatz sind Ende Oktober umgezogen“, so Kleves Bürgermeister Wolfgang Gebing in der Vorlage zur Sitzung des Sozialausschusses der Stadt Kleve. Hier wird noch einmal der Status Quo in Sachen Asylbewerberheime gelistet und es soll eine neue Satzung zu diesem Thema verabschiedet werden. Der Ausschuss tagt am Dienstag, 17. November, ab 17 Uhr im Rathaus der Stadt Kleve.

In der alten Satzung ist auch noch die Stadionstraße als Übergangsheim geführt. Das aus den 1990er Jahren stammende Heim an der Stadionstraße ist allerdings längst abgerissen und durch einen Neubau mit acht Wohnungen ersetzt worden, der bereits im Ausbau ist. In der Braustraße können derzeit bis zu 130 Personen untergebracht werden. Es bleibt zudem noch als Reserve die alte Schule in Keeken.

Während an der Stadionstraße das in 1990er Jahren neu gebaute Heim abgerissen wurde, wird der Bau der alten Post am Bahnhof saniert und aufgestockt. Ob dort Wohn- oder Büro- und Geschäftsflächen hineinkommen, soll sich noch klären. Derzeit werden in Kleve 233  Asylbewerber und 102 geduldete Asylsuchende gezählt. Viele sind in privaten Wohnungen, die das Gebäudemanagement der Stadt Kleve anmietet, dezentral untergebracht.

Weiterhin steht auf der Tagesordnung des Sozialausschusses der Stadt Kleve der Controllingbericht für das dritte Quartal 2020 und die Diskussion über die Haushaltssatzung.