Kleve: Aufatmen am „Stein“: Aktuell keine Belastung durch Kleber

Schadstoffe in Klever Schulen : Aufatmen am „Stein“: Aktuell keine Belastung durch Kleber

Wie unsere Redaktion erfuhr, muss sich am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zumindest aktuell niemand Sorgen über eine belastete Raumluft machen. In einem Gutachten wurde unseren Informationen nach keine bedenklichen Werte von Polycyclischen Aromatischen Kohlenwasserstoffverbindungen (PAK) festgestellt.

Diese können in hoher Konzentration krebserregend sein. Unter anderem ist der Stoff in Parkettklebern enthalten.

Nicht geklärt ist jedoch, wie die Situation an dem Gymnasium aussieht, wenn mit den Parkettarbeiten begonnen wird. Bei der Grundschule An den Linden wurde erst nach Abschluss der Überarbeitung des Holzbodens die hohen PAK-Werte in der Raumluft festgestellt. Dies führte dazu, dass Schüler und Lehrer über Kopfschmerzen sowie Übelkeit klagten.

Die Verwaltung wollte die Konzentration nach einer ersten Maßnahme weiter senken und hatte weitere Arbeiten durchführen lassen, die wirkungslos blieben (wir berichteten).

Für Jens Willmeroth, Leiter der Grundschule An den Linden, steht fest: „Es bleibt nichts anderes übrig, als möglichst schnell die Böden der Klassenräume zu sanieren.“ Angesichts der aktuellen Situation will in der Schule niemand auf Dauer arbeiten und lernen. Am Montag wurde das Wetter genutzt und draußen unterrichtet. In 18 Unterrichtsräumen liegt das alte Parkett. Dabei handelt es sich um den kompletten Altbau und den Pavillon.

Wie für die Politik waren die jüngsten Messwerte auch für Willmeroth eine Überraschung. „In der Schulkonferenz war als Ziel formuliert, die Werte unter den Wert zehn zu senken. Jetzt liegt dieser plötzlich bei zwölf.“ Ein Grund dafür ist offenbar die Temperatur. Je wärmer es in den Klassenzimmern ist, desto höher sind auch die PAK-Werte. In dem aktuellen Gutachten wurde bei etwa 21 Grad Lufttemperatur gemessen.

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