Kleve: ADAC rät Schülern zum Schulstart nach den Herbstferien, Kleidung mit Reflektoren zu tragen

ADAC Nordrhein gibt Tipps : Gut sichtbar zur Schule

Am Montag enden die Herbstferien. Der ADAC rät Kindern, auf dem Weg zur Schule reflektierende Kleidung zu tragen. In der Dunkelheit sind Kinder häufig nur schlecht zu sehen. Reflektoren sorgen für mehr Sicherheit.

Allein im Jahr 2017 ist es im Kreis Kleve zu 126 Verkehrsunfällen gekommen, in die auch Kinder involviert waren. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik der Kreispolizeibehörde hervor. Um Unfälle insbesondere in der dunklen Jahreszeit zu vermeiden, gibt der ADAC Nordrhein einige Sicherheitshinweise – pünktlich zum Schulstart am Montag. „Gerade in den dunklen Herbst- und Wintermonaten sind Schulkinder im Straßenverkehr besonders gefährdet“, sagt der Verkehrsexperte Roman Suthold.

Der ADAC rät daher: Junge Verkehrsteilnehmer sollten Kleidung mit reflektierenden Materialien tragen. „In der Dunkelheit reduziert sich die Sehschärfe um bis zu 90 Prozent. Vor allem Fußgänger und Radfahrer werden von Autofahrern schlecht erkannt. Die Unfallgefahr steigt“, betont Experte Suthold. Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Allein zwischen 7 und 8 Uhr morgens, also dann, wenn die meisten Kinder auf dem Weg zur Schule sind, verunglückten im Jahr 2017 deutschlandweit 2381 Sechs- bis 14-Jährige. Alle betroffenen Kinder waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.

Beim Kauf von Kleidungsstücken sollten Eltern und Kinder darauf achten, dass Jacken, Schuhe und andere Teile mit reflektierenden Komponenten ausgestattet sind. Für noch bessere Sichtbarkeit können Kinder und Jugendliche auf ihrem Schulweg auch Sicherheitswesten tragen. Der Effekt: Ein Kind mit Sicherheitsweste oder Reflektoren an der Kleidung nehmen Autofahrer bereits aus einer Entfernung von 140 Metern wahr. Zum Vergleich: Bei heller Kleidung ohne reflektierendes Material sind es gerade einmal 40 Meter. Und bei dunklem Outfit sogar nur noch 25 Meter. Allerdings braucht ein Autofahrer, der mit 50 Kilometern pro Stunde unterwegs ist, etwa 28 Meter, bis er bei einer Vollbremsung zum Stillstand kommt. „Der Unterschied zwischen reflektierender und dunkler Kleidung ist ganz entscheidend und kann Leben retten“, sagt Verkehrsexperte Roman Suthold.

Ein anderer wichtiger Aspekt: Fahren Kinder mit dem Fahrrad zur Schule, sollten Beleuchtung und Reflektoren am Fahrrad intakt sein. Reflektoren sind vorgeschrieben an Vorder- und Hinterseite des Rads sowie an den Speichen (jeweils zwei Reflektoren) und an den Pedalen. Zusätzlichen Schutz bieten Leuchtbänder, die an Arm- und Fußgelenken oder am Fahrradhelm befestigt werden. Sogenannte Klack-Bänder passen sich dem Umfang des Arms oder des Beins direkt an.

Informationen zur Sicherheit im Straßenverkehr für Schulkinder hat der ADAC Nordrhein in einer Info-Broschüre zusammengestellt. Der Titel lautet „ADAC Schulweg-Ratgeber“. Die Broschüre ist kostenfrei und in allen ADAC-Centern und -Geschäftsstellen erhältlich. Außerdem steht die Broschüre im Internet unter www.adac.de zum Download bereit.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club informiert darüber hinaus auch über sogenannte DIN-Normen, die reflektierende Kleidung sowie Ranzen für Schulkinder aus Sicht der Verkehrsexperten erfüllen sollten.

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