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Kleve: 63 neue Wohnungen an der Spyckstraße werden gebaut

Neues Wohnen in Kleve : 63 neue Wohnungen an der Spyckstraße

Die GeWoGe-Wohnungsgesellschaft Kleve baut auf der Spyckstraße in Kleve vier neue Wohnhäuser. 20 Prozent der Wohnungen sollen zu reduzierten Preisen angeboten werden. Die Bauten sind frei finanziert.

Die GeWoGe-Wohnungsgesellschaft baut vier neue Mehrfamilienhäuser an der Spyckstraße. Es entstehen auf 4000 Quadratmeter Wohnfläche 63 Wohnungen in der Größe von jeweils 50 Quadratmeter aufwärts. Die GeWoGe, bei der die Stadt Kleve Mehrheitseigner ist und weitere Anteile der Gemeinde Bedburg-Hau gehören, finanziert alle vier Häuser frei ohne Zuschüsse. „Wir werden dennoch 20 Prozent unserer Wohnungen zu einem reduzierten Mietpreis anbieten. Wir sehen uns da in der Pflicht“, sagt GeWoGe-Geschäftsführer Michael Dorißen.

Insgesamt nimmt die Gesellschaft für diesen ersten Bauabschnitt 15 Millionen Euro in die Hand. In einem weiteren Bauabschnitt werden acht Reihenhäuser folgen, die auf dem Gelände projektiert sind. Auch die Reihenhäuser werden als Mietobjekte auf den Markt gehen, erklärt Dorißen. Zunächst werde man aber den Geschosswohnungsbau umsetzen. Für die reduzierten Wohnungen sollen die Preise bei sieben Euro pro Quadratmeter liegen, wenn sie in zwei Jahren fertig sind; für die anderen Wohnungen rechnet Dorißen mit einem Quadratmeterpreis von 9,30 bis 9,50 Euro. Bei den Frage, wer die reduzierten Wohnungen mieten kann, will sich die Wohnungsgesellschaft an den Regeln der öffentlichen Hand orientieren.

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Die Baugenehmigung für das Enesemble ist eingereicht, bestätigte der Geschäftsführer. Das Gelände werde jetzt so vorbereitet, dass die für die Kreisstadt obligatorische Untersuchung durch den Kampfmittelräumdienstes bald starten kann. Wenn der Kampfmittelräumdienst keine Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg findet, hofft die GeWoGe bereits im September mit den Arbeiten für die neuen Häuser beginnen zu können. Fertigstellung wäre dann in zwei Jahren 2023

Die Planung strebt eine weitere Klimaschutzsiedlung in der Qualität der GeWoGe-Gebäude an der Richard-van-de-Loo-Straße mit Passivhäusern an. Sie sollen barrierefrei und behindertengerecht sein. Parkraum soll unter anderem für rund 45 Pkw in einer Tiefgarage entstehen. Dann sollen, in der zweiten Phase, noch die acht Reihenhäuser mit Wohnflächen zwischen 116 und 136 Quadratmetern folgen. Damit hat Kleve ein kleines neues Quartier an der Spyckstraße zwischen Franziskus-Haus und Brücke. „Der Anteil der erneuerbaren Energie an unseren Häusern wird 55 Prozent betragen“, erklärt Dorißen. Grün-Dächer und Photovoltaik seien ebenso eingeplant wie eine zentrale Pellet-Heizung für das gesamte Ensemble. Weil ein haus mit dem Rücken zur stark befahrenen Brücke steht, wird es über Laubengänge erschlossen, die über Rankhilfen begrünt werden soll – auch als  Lärmpuffer.

Vorgestellt wurden die Planungen bereits vor zwei Jahren. Die GeWoGe hatte die dort stehenden Mehrfamilienhäuser mit 38 Wohnungen aus den 1950er Jahren abreißen lassen und wollte zu ihrem eigenen Grundstück Flächen hinzukaufen. Die Verhandlungen zogen sich. „Dann haben wir noch eine neue Förderung für Energie effiziente Bauten abgewartet“, sagt Dorißen. Die Voraussetzungen dafür wurden noch in die Planungen eingearbeitet.

Geplant wurden die neuen Häuser vom Klever Projektentwickler Reppco um Architektin Christiane Behrens. Es sind moderne, teils kubische Häuser mit großzügigen Fensterflächen, Balkonen und Fahrradstellplätzen, die über dem Sockelgeschoss sandrot verklinkert sind. Um den Lärm der Brücke abzuhalten, ist an der Brücke ein großes Haus mit fünf Stockwerken (das fünfte gilt, weil deutlich kleiner als die darunter liegenden, als „Dachgeschoss“) geplant. Die Wohnräume des Hauses liegen zum künftigen Innenhof heraus, der als kleiner Park gestaltet werden soll. Zur Straße liegen nur die Nebenräume und die Erschließung über Laubengänge. Auch die anderen drei Gebäude, die eine Etage weniger haben, öffnen sich mit ihren Wohnungen zum Innenhof, der als Begegnungsstätte zwischen jung und alt ausgebaut werden soll, erklärte Behrens bei der Vorstellung der Pläne. Das Gelände solle passend an die Grünflächen rund um die Europaradbahn angeschlossen werden. Der Müll werde in unterirdischen Containern entsorgt.