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Kleve 200 neue Wohnungen auf Union Gelände

Bauausschuss tagte in Kleve : 200 neue Wohnungen auf Union-Gelände

Kleve expandiert weiter. Auf dem zweiten Abschnitt des ehemaligen Union-Geländes im unteren Bogen der van-den-Bergh-Straße werden weitere 200 Wohnungen und die Kindertagesstätte Wilde 13 entstehen, teilte Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer jetzt den Mitgliedern des Bauausschusses mit.

 Auf der großen Industriebrache an der van-den-Bergh-Straße werden sechs große, bis zu viergeschossige Wohnbauten eine grüne Gemeinschaftsfläche umstehen. Zum Industriegebiet und der alten denkmalgeschützten Union-Backsteinhalle hin soll über Eck ein großer Haus-Riegel mit vorgeschriebenen vier Geschossen entstehen, der die grüne Gemeinschaftsfläche und die sechs Mehrfamilienhäuser gegen den Industrielärm abschirmt. Wegen der Industriehalle wird auch vorgeschrieben, dass der Bau auf der Außenseite zur Halle und zur Industriefläche hin keine Fenster zu Schlaf- und Wohnräumen haben darf und Lärmschutzvorschriften einhalten muss. Der Bau wird also ein Riegel wie die „Wohnschlange“ auf dem vorderen Bereich, nur dass er eben um ein gutes Drittel größer wird.

Allerdings gibt es für den Bebauungsplan für diesen Bereich, der nicht nur das komplette  Union-Gelände inklusive des von Unilever weiter zur Produktion genutzten Industriegebietes sondern auch das Bensdorp-Gelände und die Bahnbereiche auf der anderen Seite der Union umschließt, noch keinen Satzungsbeschluss. Der ist jetzt auch noch nicht möglich, weil der Eigner des Bensdorp-Geländes die Flächen anders entwickeln möchte, als es auf dem Bebauungsplan vorgesehen ist, erklärt Rauer. Was dort entstehen soll, sei der Verwaltung auch noch nicht bekannt, so dass man es nicht in den Bebauungsplan einarbeiten kann. Rauer empfiehlt, einen Planungsstand zu beschließen, der Vorhaben zulässt, die den künftigen Festlegungen des Bebauungsplanes nicht entgegenstehen. Das solle nach Abwägung der vorgelegten Stellungnahmen (in der zweiten Offenlage waren überhaupt keine Stellungnahmen eingegangen) erfolgen und so den Baubeginn auf dem Gelände ermöglichen.

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Josef Gietemann (SPD) begrüßte den Vorschlag Rauers. Damit könne man endlich das Provisorium der Kindertagesstätte Wilde 13 auf dem DJK-Platz schneller beenden. Das sahen auch die Mitglieder des Ausschuss so, die einstimmig dem Beschlussvorschlag Rauers folgten.

Auch wenn die Politik bis jetzt eher schlechte Erfahrungen mit privaten Erschließungsstraßen in neuen Baugebieten gemacht hat, schlägt die Verwaltung vor, sie künftig wieder zuzulassen. Es sei günstiger für die Stadt und man spare auch Manpower für andere Vorhaben, so Rauer in seiner Begründung. Wiltrud Schnütgen (Grüne) und Edmund Ricken (CDU) beantragten Fraktionsberatung, weil man darüber noch diskutieren müsse. Fabian Merges (UK) wollte festgeschrieben haben, dass jeder einzelne Erschließungsvertrag dem Rat vorgelegt wird.