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Kleve: Kita-Forscher: Schwebende Rosinen

Kleve : Kita-Forscher: Schwebende Rosinen

Rosinen kann man in Sprudelwasser aufsteigen lassen. Warum das funktioniert, erklärt die Evonik-Kinderuni heute. Ein Experiment nicht nur für die kleinen Forscher in den Kitas, die bei der Aktion mitmachen.

Im Fernsehen haben Lotta und Tom gesehen, wie Piraten eine Schatzkiste aus dem Meer geholt haben. Die Kiste war tief unter Wasser. Ein Pirat ist getaucht und hat Ballons an die Kiste geknotet. Die Ballons waren unten offen und erinnerten an eine Glocke. Aus einer Taucherflasche hat der Pirat Luft in die Ballons geblasen. Dabei hat es doll geblubbert. Stück für Stück hat sich die Kiste zur Wasseroberfläche bewegt.

Um Dinge mit Hilfe von Luftblasen zu bewegen, müsst ihr kein Pirat sein. Für unser heutiges Experiment benötigt ihr mehrere Trinkgläser, Sprudelwasser mit viel Kohlensäure, Rosinen, Leitungswasser und, falls vorhanden, eine Lupe. Füllt ein Trinkglas bis knapp unter dem Rand mit Sprudelwasser und eines mit Leitungswasser. Anschließend lasst ihr einige Rosinen in jedes Glas fallen. Bei frisch eingeschenktem Mineralwasser muss man manchmal fünf Minuten warten, bis der Effekt einsetzt. Aber dann geht's los.

Was seht ihr? Schaut auch durch die Lupe, wenn ihr eine habt. Was passiert? In dem Glas mit dem Sprudelwasser tanzen die Rosinen auf und ab. Zuerst sinken sie zu Boden, dann bilden sich an ihnen immer mehr Bläschen, bis sie schließlich aufsteigen. Oben angekommen verlieren die Rosinen die Bläschen dann wieder und sinken zu Boden. Danach geht es von vorne los. Im Glas mit Leitungswasser bleiben die Rosinen auf dem Boden. Warum?

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Die Bläschen bestehen aus Kohlendioxidgas und dieses Gas ist "leichter" als Wasser. Deshalb steigen die Bläschen nach oben. Besonders gerne halten sie sich aber auch an Unreinheiten im Wasser fest – in unserem Fall sind das die Rosinen. Diese haben viele kleine Kanten und Unebenheiten. Dort sammeln sich viele kleine Bläschen, die dann zusammen eine immer größer werdende Blase bilden.

Vielleicht hab ihr in eurem Müsli schon mal beobachtet, dass Rosinen eigentlich gar nicht schwimmen können. Sie sind schwerer als Milch und Wasser (es sei denn, sie sind alt und ausgetrocknet) und bleiben unten in der Schüssel liegen. Im Glas mit Sprudelwasser ist das anders. Da kleben die Gasbläschen an den Rosinen und helfen ihnen nach oben. Die anhaftenden Blasen sind vergleichbar mit dem Schwimmring, den Lotta und Tom mit ins Hallenbad nehmen. Der hilft ihnen, an der Oberfläche zu bleiben, da er im Verhältnis zu seiner Größe so leicht ist. Natürlich gibt es zwischen dem Ring und Gasbläschen einen Unterschied. Die Bläschen sind nur für kurze Zeit eine Schwimmhilfe. An der Wasseroberfläche zerplatzen sie, und dann sind die Rosinen im Verhältnis zu ihrer Größe wieder schwerer als das Wasser und sinken wieder nach unten.

(RP)