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Kleve: Kita-Forscher: Die Feuer-Löscher

Kleve : Kita-Forscher: Die Feuer-Löscher

Über Chemie und Physik haben die fast 13 000 Teilnehmer der Evonik-Kinderuni viel gelernt. In der letzten Folge der Serie geht es heute um Menschen, die in einem Chemiewerk arbeiten, aber keine Chemiker sind: Feuerwehrleute.

Die Experimente, die ihr in den Kitas gemacht habt, waren ungefährlich. Mitarbeiter in Chemie-Fabriken müssen aber strenge Sicherheitsregeln beachten. Sie tragen beim Arbeiten im Labor oder in der Produktion immer Schutzkleidung wie Helme, Brillen und Spezialschuhe. Denn sie gehen im Gegensatz zu den Kita-Forschern auch mit Chemikalien um, die man zum Beispiel nicht auf die Haut bekommen oder einatmen darf oder die entflammen können. Darum steht im Umgang mit Chemikalien Sicherheit an erster Stelle. Die Mitarbeiter werden dafür stets trainiert – zum Beispiel bei der Betriebsfeuerwehr.

Harald Linde arbeitet bei der Evonik-Betriebsfeuerwehr in Krefeld. "Unsere Hauptaufgabe besteht nicht darin, Brände zu löschen, sondern sie schon im Vorfeld zu verhindern. Vorbeugender Brandschutz nennt man das", sagt er. Linde und seine Kollegen überprüfen regelmäßig alle Brandschutz-Materialien und Ausrüstungen und schulen sicheres Verhalten. Sie zeigen den Mitarbeitern auch, wie sie mit einem Handfeuerlöscher umgehen müssen. Bei rund 900 Mitarbeitern in Krefeld wird das jede Woche geübt. "Wir bieten auch Kurse in Erster Hilfe an", sagt Linde.

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Bei der Betriebsfeuerwehr hat jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau ein oder zwei Themen, um die er oder sie sich besonders kümmert. Harald Lindes Schwerpunkt sind die Flucht- und Rettungspläne. Er ist zum Beispiel dafür zuständig, dass überall und an den richtigen Stellen Notausgangs-Schilder hängen. Die müssen auch auf dem Werksplan eingezeichnet sein. Er kontrolliert regelmäßig, ob die Pläne stimmen und ob die Handfeuerlöscher funktionieren und an der richtigen Stelle hängen.

In einer Halle stehen sechs Einsatzfahrzeuge: ein Großtanklöschfahrzeug, ein Hubrettungsfahrzeug (Drehleiter und Korb), ein Gerätewagen, ein Tanklöschfahrzeug, ein Gerätewagen für Nachschub und ein Rettungswagen. Harald Linde und seine Feuerwehrkollegen prüfen jeden Tag, ob auf den Wagen Schläuche und Geräte richtig funktionieren. Sie tauschen aus oder reparieren, wenn etwas kaputt ist.

Das alles macht nicht die "normale" Feuerwehr, weil eine Betriebsfeuerwehr viele Aufgaben rund um den vorbeugenden Brandschutz wahrnimmt und sich supergenau auf dem Gelände auskennt. Und weil die Feuerwehrleute exakt wissen, welche Chemikalien auf dem Gelände verarbeitet werden und wie man mit ihnen umgeht. Sie wären in einem Notfall auch noch ein bisschen schneller als die "normale" Feuerwehr. "Mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr machen wir aber regelmäßige Sicherheitsübungen, um die Zusammenarbeit zu trainieren", sagt Harald Linde.

(RP)