Kreis Kleve: Kita-Angebot um 500 Plätze erweitert

Kreis Kleve: Kita-Angebot um 500 Plätze erweitert

Jugendhilfeausschuss des Kreises Kleve beschließt einstimmig den Bedarfsplan 2018 bis 2023.

Da der Kreis Kleve insbesondere im Bereich der Kleinkinder wächst, bleibt die Bereitstellung eines qualitativ guten Betreuungsangebots für U3- und Ü3-Kinder eine Herausforderung für den Kreis Kleve als Jugendhilfeträger. Die Abteilung Jugend und Familie legte nun für die elf vom Kreis betreuten Kommunen die Planzahlen für das Kindergartenjahr 2018/2019 vor. "Es ist uns gelungen, in intensiven Einzelgesprächen mit den Trägern vor Ort mehr Kita-Plätze anzubieten", sagte Landrat Wolfgang Spreen.

Seit 2014 steigt die Zahl der Kinder unter drei Jahren. In den elf Kommunen veränderte sich die Zahl der Kinder unter drei Jahren von 2975 im Kindergartenjahr 2015/2016 auf 3510 im nächsten Kindergartenjahr. Bei den Drei- bis Sechsjährigen ist die Zahl mit 3391 (2018/2019) in dem gleichen Drei-Jahres-Zeitraum um über 300 gestiegen (3068 im Jahr 2015/2016). Da bei den elf betreuten Kommunen in den nächsten drei Jahren gut 1000 zusätzliche Wohneinheiten in Neubaugebieten geplant sind, wird von einem weiteren Anstieg ausgegangen. Der Bedarfsplan "Vorschulische Betreuung und Bildung 2018-2023", der Hinweise und ein umfangreiches Zahlenwerk zur Situation in den zukünftig 76 vom Kreis Kleve betreuten Einrichtungen (bislang 73) enthält, wurde nun im Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossen. Zum Stichtag 1. August stehen 885 U3-Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen und 1000 U3-Tagespflegeplätze zur Verfügung. Bei 3510 Kindern unter drei Jahren in den elf Kommunen ergibt dies eine Angebotsquote von 53,70 Prozent (Vorjahr: 53,25 Prozent). In den vergangenen drei Jahren stieg damit die Zahl der angebotenen Kita-Plätze von 3976 im Kita-Jahr 2015/2016 (740 U3-Plätze / 3176 Ü3-Plätze) um mehr als 500 Plätze auf nunmehr 4430 in 2018/2019 (885 U3 / 3545 Ü3).

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Insgesamt werden zum 1. August in den elf Kommunen 200 neue Kita-Plätze geschaffen. Da auch einige Übergangsgruppen den dauerhaften Angeboten weichen und Überbelegungen abgebaut werden, steigt die Zahl der Plätze in Kindertageseinrichtungen um 116 auf 4430. Spreen: "Aufgrund unseres Dialogs mit den Trägern der freien Jugendhilfe können wir auch angesichts der steigenden Bedarfszahlen ein qualitativ gutes und wohnortnahes Betreuungsangebot liefern." Im weiteren Verlauf der Sitzung bewilligten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses ferner einstimmig freiwillige Zuschüsse zur Schaffung von jeweils 25 Ü3-Übergangsplätzen in Bedburg-Hau, Kalkar und Kranenburg. Weitere freiwillige Zuschüsse wurden für die Mäuseburg in Bedburg-Hau, das Spatzennest in Kerken, das WurzelWerk in Kalkar und den Sonnenschein-Kindergarten in Rees beschlossen.

Im Zuständigkeitsbereich des Jugendhilfeträgers gibt es 20 Familienzentren. Der Landschaftsverband Rheinland hat dem Kreis aufgrund von Neuberechnungen 22 Kontingente zur Verfügung gestellt. Auf die zwei freien Kontingente ist lediglich eine Bewerbung eingegangen. Die Tageseinrichtungen sind aufgerufen, für das Kindergartenjahr 2019/2020 eine Bewerbung als Familienzentrum zu prüfen.

(RP)