Kinder-Kram-Kiste Kalkar erhält Ochsenorden

Auszeichnung: Kinder-Kram-Kiste erhält Ochsenorden

Die Kalkarer Karnevalsgesellschaft übergab die Auszeichnung an die Mitarbeiterinnen der Kleiderbörse.

„Wat es et doch in Kalkar schön“, sang der Chor der Bürgerschützen Kalkar zur 50. Verleihung des Goldenen Ochsenordens der Kalkarer Karnevalsgesellschaft im dicht gefüllten historischen Rathaus der Stadt. Der Gruß von Bürgermeisterin Britta Schulz galt an erster Stelle den diesjährigen Trägerinnen des Kalkarer Ochsenordens, den Damen der Kinder-Kram-Kiste Kalkar, abgekürzt KKKK, die mit einer Abordnung von über 40 Mitarbeiterinnen an der Ehrung teilnahmen.

Im Laufe der 25 Jahre, in denen es diese Einrichtung gebe, hätten sich sage und schreibe 103 Frauen engagiert. Bis heute habe es acht Kalkarer Ordensträger dieser traditionsreichen und renommierten Auszeichnung am Niederrhein gegeben. „Ausgezeichnet wurden die stillen, nahezu unbekannten Helfer wie auch diejenigen, die bei aller persönlichen Bescheidenheit ganz bewusst das Licht der Öffentlichkeit gesucht haben, um Aufmerksamkeit für ihr Projekt zu generieren und damit Hilfsmaßnahmen zu realisieren, hier und in der ganzen Welt“, sagte die Bürgermeisterin. Der Ochsenorden unter dem Motto „Ein Herz hat nur, wer ein Herz für andere hat“, sei eine Auszeichnung, die Humanität und Humor verbinde.

Britta Schulz konnte eine lange Liste namhafter Gäste begrüßen, die zum Abschluss mit einem anhaltenden Beifall bedacht wurden. Die Bürgermeisterin nannte es höchst bemerkenswert, dass die KKKK eine Organisation sei, „oder vielleicht treffender, eine tolle Kiste“, die ohne Verein, Satzung oder Vorstand seit 25 Jahren existiere.

„Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch recht bald danach der Ochse, wenn er den langen, beschwerlichen Weg von der Krippe in Bethlehem hierher zum traditionellen Ochsensonntag nach Kalkar zurückgelegt hat“, begann der Senatspräsident der KKG, Stephan Weber, seine Laudatio. Auf die 50. Verleihung des Goldenen Ochsenordens sei die KKG stolz. Stellvertretend für die große Schar der aktiven Frauen begrüßte der Senatspräsident Nicola Heynen aus Niedermörmter, „die mit beiden Beinen in der Kiste, im Leben, steht.“ Als Mutter des Appeldorner Kinderprinzen Tilo habe sie sogar einen echten Bezug zum Karneval. Dann warf Stephan Weber einen Blick in die Aktivitäten der Kinder-Kram-Kiste Kalkar, die im März 1994, als vor genau 25 Jahren, von sieben Frauen als Kleiderbörse gegründet wurde. In dieser Zeit wurden Kindersachen von 12.660 Anbietern verkauft und dabei eine Spendensumme von knapp 70.000 Euro erzielt. „Der ehrenamtliche Einsatz, um Hilfe und Unterstützung für andere zu organisieren und um Geld- und Sachspenden für soziale Projekte zu sammeln, genau das entspricht dem Leitgedanken des Goldenen Ochsensordens“, sagte Weber, der auch die Ehemänner der Geehrten und die Pfadfinder für die Unterstützung nicht vergaß. Und dann kam der große Augenblick der Überreichung der Urkunde und des Ochsenordens, stellvertretend an Nicola Heynen. Diese dankte als Sprachrohr im Namen des gesamten KKKK-Teams für die Auszeichnung, zumal 95 Prozent der Mitarbeiterinnen aus dem Stadtgebiet von Kalkar kämen.

Pastor Alois van Doornick verband seinen Glückwunsch mit einer Einladung zu einem Frühstück im Gemeindezentrum. Die Mitgründerin Remke Smenk freute sich, dass diese segensreiche Einrichtung bis heute bestehe. Von Bürgermeisterin Britta Schulz gab es für jede KKKK-Dame eine Rose. Dann wurde in der Bürgerbegegnungsstätte mit allen Karnevalisten weitergefeiert.

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