Kreis Kleve: Kennzeichen KLE-VE gefragt

Kreis Kleve : Kennzeichen KLE-VE gefragt

Bei 80 Prozent aller Neuzulassungen wählen Fahrzeughalter ihr Nummernschilder selbst aus. Angesagt sind Initialen, Schnapszahlen und Abkürzungen von Fußballvereinen. Auch Firmen wählen einheitliche Kfz-Schilder.

Für manche Autobesitzer ist die Wahl des Wunschkennzeichens wichtiger als die Anschaffung des Fahrzeugs. Denn das Nummernschild ist längst ein wichtiges Ausdrucksmittel. Es kann den Namen des Halters anzeigen, ein wichtiges Datum oder den Lieblingsfußballverein darstellen.

Aktuell 800 Vormerkungen

Im Kreis Kleve können Fahrzeugbesitzer ihr Wunschkennzeichen im Internet reservieren — und davon machen die Bürger regen Gebrauch. "Wunschkennzeichen sind der Renner", sagt Kreispressesprecher Eduard Großkämper. Bei rund 80 Prozent der Fahrzeugneuanmeldungen suchen sich Halter ihr individuelles Kennzeichen aus. Jede Person kann für einen Monat vier Kennzeichen reservieren.

800 Vormerkungen liegen aktuell vor. Eine Buchstabenkombination ist so beliebt, dass sie nur mit Glück zu bekommen ist: KLE-VE. Wer die Buchstabenfolge VE auf seinem Fahrzeug haben möchte, muss sich gedulden. Zurzeit sind alle Kombinationen vergeben, Interessierte müssen daher warten, bis wieder Zulassungen abgemeldet werden.

Auf Platz zwei der Beliebtheitsrangliste folgen Nummernschilder mit Schnapszahlen wie 111 oder 999. Viele Halter geben auf den Blechschildern auch ihre Initialen gepaart mit dem Geburtsjahr an. Ebenfalls angesagt sind Verweise auf Sportereignisse.

Wer zum Beispiel eine bleibende Erinnerung an die letzte gewonnene Weltmeisterschaft der deutschen Fußballnationalmannschaft haben möchte, wählt also das Kennzeichen KLE-WM 90. Auch Kürzel von Sportvereinen sind im Kreis beliebt. Fans von Borussia Mönchengladbach nehmen zum Beispiel die Kombination KLE-MG oder -BM, während die des rheinischen Rivalen aus Köln mit KLE-FC vorlieb nehmen.

Auch der Kreis Kleve macht von der Kennzeichenwahl Gebrauch. "Für die Dienstfahrzeuge hat der Kreis die Buchstabenfolge KV für Kreisverwaltung reserviert", sagt Großkämper.

Auch viele Unternehmen würden mit den Nummernschildern ihrer Fahrzeuge die Firmenzugehörigkeit demonstrieren, indem sie entweder eine einheitliche Buchstaben- oder Zahlenkombination wählen. Doch nicht alle möglichen Buchstabenfolgen werden auch vergeben. So sind die Kombinationen mit nationalsozialistischem Hintergrund nicht erlaubt. Dazu gehören "SS", "HJ", "NS", "KZ" und "SA".

Mit dem Kennzeichen nach Wunsch sind für den Antragsteller Mehrkosten verbunden. Wer sich beim Straßenverkehrsamt ein Nummernschild aussucht, bezahlt 10,20 Euro. Nutzer, die im Internet ein Kennzeichen beantragen, müssen einen Aufschlag von 2,60 Euro übernehmen.

(RP/jul)
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