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Keine Weihnachtsmärkte im Kleverland, kein Verkauf für den guten Zweck

Eine Welt : Klever Laden öffnet länger für Schul-Projekt

Weil keine Weihnachtsmärkte stattfinden, fehlt auch die Möglichkeit, Artikel für den guten Zweck zu verkaufen. Ein Freundeskreis aus Kranenburg verkauft deshalb in einem Klever Ladenlokal.

(mgr) Die ausgefallenen Weihnachtsmärkte im Klever Land, vor allem die Märkte in Moyland und in der Kreisstadt, werden für gemeinnützige Vereine zum Problem: Die Waren, die dort an ihren Ständen für den guten Zweck verkauft wurden, finden ihre Kunden nicht mehr. 

Die  humanitäre Hilfe des Kranenburger Freundeskreises für ein ghanaisches Schulprojekt war in den vergangenen Jahren auf vielen Weihnachtsmärkten im Nordkreis Kleve mit ihrem Stand vertreten. Bunt und vielfältig war das Angebot an Kunsthandwerk aus Ghana und auch aus Indien, das die Unterstützer dort anboten. Hier fand man nicht nur das kleine Mitbringsel. „Die Produkte wurden immer zu Gunsten der humanitären Hilfsprojekte des Freundeskreises verkauft, in den letzten Jahren zuvörderst für ein großes Schulprojekt im südghanaischen Lebanon-Ashaiman“, sagt Wilhelm Haverkamp vom Freundeskreis humanitäre Hilfe.

Die Einnahme für den Verein fehlt. Eine Einnahme, die in das Schulprojekt in Ghana geflossen wäre. Zudem musste auch der Laden des Freundeskreises in Kleve im ersten Lockdown von März bis Juni wegen Corona geschlossen werden. Auch diese Einnahmen fehlen dem Projekt in Westafrika. „Wir werden uns  jetzt beim Verkauf von Kunsthandwerk auf den Laden des Freundeskreises in der Kavarinerstraße in Kleve beschränken müssen“, sagt Haverkamp. Deshalb sollen in der Adventszeit die Öffnungszeiten (Dienstag bis Freitag von 13 Uhr bis 17 Uhr, Samstag 11 Uhr bis 15 Uhr) ausgeweitet werden. Dann wird das Ladenlokal von Montag bis Freitag von 12 Uhr bis 18 Uhr und an Samstagen von 11 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Die Zeiten gelten ab 28. November, dem Samstag vor dem 1. Advent.

„Im Laden finden die Besucher natürlich schon jetzt ein großes Angebot an Produkten, die überwiegend aus Ghana stammen, dem westafrikanischen Land, wohin auch die Erlöse aus dem Verkauf fließen werden“, wirbt Haverkamp dafür, beim Weihnachtseinkauf an die Freunde Afrikas zu denken und ein Stück über die Fußgängerzone der Kavarinerstraße hinaus an Rexing vorbei zu laufen und sich vom bunten Angebot des Freundeskreises humanitäre Hilfe überzeugen zu lassen. „Im Sortiment befindet sich Schmuck aus recyceltem Glas, befinden sich kleine Musikinstrumente aus recyceltem Leichtmetall und Körbe und Taschen aus Steppengras, die von einer Frauenkooperative in Nordghana hergestellt worden sind“, sagt Haverkamp.

Er sei sicher, dass sich besonders die Kinder und Lehrer im ghanaischen Schulprojekt auf die Unterstützung freuen, die ihnen durch den Verkauf der Produkte aus ihrem Land zuteil wird. Ganz abgesehen von denen, die beschenkt werden.