Kleve: Kein Platz für "lange B 9"

Kleve: Kein Platz für "lange B 9"

Die Diskussion über die Querspange wird immer mehr zur Diskussion um eine B 9 neu, die nur die Dörfer Donsbrüggen und Nütterden entlastet. Landesbetrieb sieht keine Chancen, "Rot 8" weckt Hoffnungen.

kleve/ kranenburg Statt des Baus einer "Querspange" zwischen B 9 Tiergartenstraße und der Straße Landwehr parallel zur Eichenallee fordern die betroffenen Dörfer eine große Lösung. Anwohner Manfred de Haan bemängelt für die Donsbrüggener, dass eine Spange weder Nütterden noch Donsbrüggen entlaste.

Woraus CDU-Stadtverbandschef Jörg Cosar auch keinen Hehl macht: "Wenn wir mit der neuen Spange den historischen Park und die Klever Anwohner der Tiergartenstraße entlasten können, haben wir doch viel gewonnen. Die Querspange hat nichts mit einer B 9 neu zu tun und schließt diese auch nicht aus." Damit könne man die Durchfahrt durch den Park verkehrsberuhigen und würde den Verkehr, der nicht in die Klever City will, von der Tiergartenstraße bekommen und die Gruft entlasten, so Cosar. Die Bewohner in Donsbrüggen und Nütterden sehen aber nur in einer B 9 neu einen Sinn. De Haan: Es sei kein neuer Grunderwerb notwendig und die Dörfer würden nicht durch Lärm beeinträchtigt.

Rot 8 weckt Hoffnungen

  • Kleve : Wem nutzt die Spange?

Nahrung erhalten die Hoffungen auf den Neubau einer Bundesstraße durch die Studie "Rot 8", die Stadsregio, Nimwegen, Kleve und Kranenburg beim Planungsbüro "StadtUmBau" in Auftrag gegeben haben. "Wir sind überzeugt, dass man das lösen könnte, wenn die Bereitschaft da wäre", sagt StadtUmBau-Geschäftsführer Helmut Hardt. In ihrer Studie haben die Planer Zukunftsideen gesucht und für die dynamische Region neue Verkehrswege empfohlen. Allerdings hat StadtUmBau keine Trassenuntersuchung gemacht und appelliert in dem festgefahrenen Verfahren an den "Goodwill" von Naturschützern und Straßenbauern. Man könnte die Institutionen in zehn bis 15 Jahren an einem Tisch haben, hofft Hardt.

Auch Antonia Horstmann vom Landesbetrieb.Straßen gibt einer "langen B 9", wie sie beim Landesbetrieb geführt wird, kurzfristig keine Chance: "Es gibt dort nach heutigem Stand keinen Korridor, durch den man eine Straße von Kranenburg nach Kleve führen könnte." Die Untersuchungen des Landesbetriebs für diese Trasse seien sogar an einem Punkt angekommen, den man als nicht mehr "zielführend" ansehe. Das wolle man sich bald beim Bund bestätigen lassen. Auch sei der Plan einer B 9 neu nicht wirklich als vordringlich eingestuft: Sie stehe vielmehr mit dem Vermerk für eine besondere naturschutzrechtliche Prüfung im Bundesverkehrswegeplan und bewege sich damit unter der Stufe vordringlich.

(RP)