Katholisches Bildungsforum bekommt mehr Geld vom Land

Fortbildung: Land unterstützt Familienbildungsangebot

Günther Bergmann und Margret Voßeler-Deppe zu Besuch beim Leitungsteam des Bildungsforums.

Intensiv für die Interessen der ländlichen Region zu werben oder sogar zu kämpfen – das ist für die Landtagsabgeordneten des Kreises Kleve, Günther Bergmann im Norden und Margret Voßeler im Süden, tägliches Brot. Gegen die Tendenz, den urbanen Raum finanziell besser auszustatten, setzen sie sich ein, wo sie nur können. Ob es um Flächennutzungspläne, Gewerbeansiedlungen, digitale Entwicklung oder die Bildung geht – die Abgeordneten behalten „ihre“ Kommunen im Blick. Jetzt trafen sie sich mit dem Leitungsteam des katholischen Bildungsforums, um den Stand der Dinge zu besprechen.

Kirsten Lommen, die Leiterin des Bildungswerks, Annette Derksen, Chefin der FBS Kleve, Ursula Kertelge, Leiterin der FBS Geldern-Kevelaer und Emmerich, sowie Ute Tiepermann-Tepaß, die für das Haus der Familie in Emmerich zuständig ist, hatten mit den Gästen eine Menge zu besprechen. Sie zeigten sich sehr zufrieden mit der zusätzlichen Unterstützung, die sie für das Jahr 2018 vom Land bekommen hatten, und hörten gerne die anerkennenden Worte der Besucher. „Es war schon sehr mutig und weitsichtig, wie diese Frauen die Herausforderungen der vergangenen Jahre gestemmt hatten“, sagt Bergmann. Sie seien damit ein Risiko eingegangen, denn die Umstrukturierung hätte auch misslingen können. Ist sie aber nicht: Alle fünf Häuser stehen gut da, erfreuen sich bei den Stammgästen großer Beliebtheit und spielen im Neben- oder Miteinader der Weiterbildungsträger eine wichtige Rolle. Alles, was mit Familie, Gesundheit und Lebensfragen zu tun hat, ist beim Bildungsforum vertreten.

„Was die FBS bietet, trägt den katholischen Geist, auf den wir nicht verzichten möchten“, erklärt Margret Voßeler-Deppe. Ursula Kertelge, die in mehreren Kommunen aktiv ist, betonte, dass sie die zusätzlichen Mittel, die für das vergangene Jahr vom Land überwiesen wurden, wirklich nicht erwartet hätten. Nun seien sie imstande, für das Kommunale Integrationszentrum Kurse zu organisieren, die Migranten helfen: „Tandems“ aus sozialpädagogsich geschulten Kräften und Migrantinnen betreuen dabei Mütter und Kinder, die aus anderen Ländern nach Deutschland kamen und unter anderem sprachliche Probleme haben.

38.000 Unterrichtsstunden gab es im Bildungsforum 2018, und ähnlich wird es auch in diesem Jahr sein. Ein fester Stamm von Dozenten führt die Kurse durch, und niemand muss etwa aus Straelen bis nach Kleve fahren, um etwas Passendes zu finden – es gibt ja fünf Standorte. Manchmal ist ein Seminar nicht in der „eigenen“ FBS, sondern in der benachbarten – „aber das akzeptieren unsere Kunden ohne weiteres“, weiß Kirsten Lommen.

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