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Katholische Kliniken bauen ab Frühjahr Hospiz in Kleve-Donsbrüggen

Würdevolles Sterben : Klinikverbund bereitet sich auf Bau seines ersten Hospizes vor

Zwölf Zimmer für schwerstkranke Menschen sollen in einem Anbau ans ehemalige Pfarrhaus von Donsbrüggen entstehen.

Viele Menschen warten seit langem auf diesen Schritt, immerhin läuft die Planung seit fast drei Jahren. Jetzt geben die katholischen Kliniken bekannt, dass die Baugenehmigung für ihr Hospiz vorliegt und die Handwerkerausschreibungen laufen: Im April beginnen die Bauarbeiten für das stationäre Hospiz in Kleve-Donsbrüggen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2021 geplant, die Kosten sollen rund 2,25 Millionen Euro betragen.

Das stationäre Hospiz errichtet die Katholische Karl-Leisner Stiftung im und am ehemaligen Pfarrhaus von Donsbrüggen. Das Haus wird zwölf schwer kranken und sterbenden Menschen Platz bieten und ihnen einen würdevollen letzten Lebensabschnitt bieten. Dabei vereint das geplante Hospizgebäude alt und neu: Die zwölf Einzelzimmer werden Platz in einem modernen Anbau des Pfarrhauses finden. Die Planung des auffällig geschwungenen Neubaus sieht helle und großzügige Räumlichkeiten vor. Bodentiefe Fenster ermöglichen einen unverstellten Blick in den Bauern- und Staudengarten, der das Hospiz künftig großzügig umschließen wird. Das altehrwürdige Pfarrhaus selbst wird kernsaniert und künftig vor allem als Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude dienen.

  • Propst Johannes Mecking, Gabriele Remie und
    Hospiz Donsbrüggen : Das erste Klever Hospiz entsteht
  • Godschalk mit Reinders und Mosch-Messerich. ⇥RP-Foto:
    Kleve : Marcel Godschalk spendet 1700 Euro für das Hospiz
  • Blick auf den Sitz des Hospizes
    Kleve : Vier Mediziner und ihre Bands spielen für Hospiz

Die gute Erreichbarkeit aus dem benachbarten Kleve und die unmittelbare Nähe zur St.-Lambertus-Kirche sind zwei große Pluspunkte. „Denn das Hospiz soll mitten im Leben stehen“, erklärt Ottmar Ricken, Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner Pflegehilfe, der das Projekt für die Stiftung betreut. Die laufenden Kosten des Hospizbetriebes werden zu 95 Prozent von Kranken- und Pflegekassen gezahlt, die übrigen fünf Prozent der Kosten müssen aus Spendengeldern aufgebracht werden.

„Der Bedarf für ein stationäres Hospiz im nördlichen Kreis Kleve ist groß“, berichtet Angelika Mosch-Messerich, seit 2019 Vorsitzende des Fördervereins des Hospizes am St.-Antonius Hospital Kleve. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass der Bau nun starten kann.“

(RP)