Unsere Besten - 12: Karl Kisters war ein Mäzen der Heimat

Unsere Besten - 12 : Karl Kisters war ein Mäzen der Heimat

Er war kein Mann der großen Worte. Es sind seine Taten, die für ihn sprechen. Karl Kisters. Wer den Namen des Klever Ehrenbürgers erwähnt, muss gleichzeitig den seiner Frau Maria nennen.

Vom sozialen Engagement des Ehepaares profitierten die Menschen ebenso wie von den unternehmerischen Fähigkeiten. Karl Kisters war ein Mäzen für seine Heimat. Die Tugenden von Karl Kisters, der im Jahr 2008 im Alter 84 Jahren gestorben war, sind gerade heute aktueller denn je. Mitmenschlichkeit, Engagement, Uneigennützigkeit, Bescheidenheit und Verantwortlichkeit hat der Katholik Karl Kisters gelebt und ist damit auch ein Vorbild für die Jugend. Deshalb trägt die Realschule in Kellen den Namen des Ehrenbürgers.

Erfindergeist, Risikobereitschaft und Durchhaltevermögen zeichneten Karl Kisters aus, der aus Straelen stammte und mit seinem Vater 1938 nach Kleve gekommen war und im Kolpinghaus zunächst eine Unterkunft fand. Diese Charakterzüge benötigte der Tüftler Kisters, als er und seine Frau im Juli 1957 das Unternehmen Kisters gründeten — eine Firma für Verpackungsmaschinen.

Von der Schuh- über die Lebkuchenschneide und Erdnuss-Flip-Maschine bis zum Waffelautomaten reichte das Spektrum. 1987 verkaufte das Ehepaar den Familienbetrieb an die Klöckner Mercator Maschinenbau. Der Begriff Familienbetrieb könnte passender nicht sein. Die Mitarbeiter bezeichneten voller Hochachtung das Ehepaar Vater und Mutter.

Die Verbundenheit des Ehrenbürgers zu Kleve ist heute im Stadtbild sichtbar. Seine enge Verbindung zur Idee der Kolping-Familie führte zum Bau des neuen Kolpinghauses. Die gemeinnützige Kisters Stiftung fördert vor allem die Aus- und Weiterbildung des technischen Nachwuchses in der Region, um die Zukunft des Wirtschaftsstandortes zu sichern.

Die Karl-und-Maria-Kisters-Stiftung half beim Bau von Kindergärten, der Klever Klosterpforte und schaffte ein Beatmungsgerät für die Neugeborenen-Station im Sankt-Antonius-Hospital an. Mit Unterstützung der Stiftung ist der Wanderweg von der Schwanenburg bis zum Prinz Moritz-Grab errichtet worden, auf dem viele Spaziergänger lustwandeln.

(RP/jul)
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