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Kalkar: Josef-Lörks-Grundschule zieht um 

Schule in Kalkar : Smartboards statt Kreidetafeln – Josef-Lörks-Grundschule zieht um

Mit Beginn des neuen Schuljahres ziehen die 265 Schüler der Josef-Lörks-Grundschule Kalkar um. Das neue Domizil befindet sich gleich gegenüber dem alten Standort am Schulzentrum „Am Bollwerk“. Bei einem Rundgang mit Schulleiterin Sigrid Lenders, der Bürgermeisterin der Stadt Kalkar, Britta Schulz und dem Öffentlichkeitsreferenten Harald Münzner wurde die grundsanierte, neugestaltete Grundschule der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ehemals gehörte der Gebäudetrakt zum Jan-Joest-Gymnasium, das nun in die Räume der aufgelösten Hauptschule rücken und so Platz für die Grundschule machen kann. „Die Hülle ist geblieben, das Innere aber runderneuert“, sagte die Bürgermeisterin. Sie sei stolz auf das Schulzentrum, das in einzigartiger Weise Grundschule, Realschule und Gymnasium an einem Ort versammle. Schulleiterin Sigrid Lenders freut sich nicht nur über den geräumigen Eingangsbereich, der gleichzeitig als Aula fungieren wird, sondern auch über moderne Akustikdecken, insgesamt zwölf interaktive Smartboards, eine Neugestaltung des Schulhofs und die Neukonfiguration der Kücheneinrichtung für den Offenen Ganztag (OGATA).

Für jeden Schüler steht ein Spind zur Verfügung. Eine Neuerung, die Lehren und Lernen verbessern und verändern wird, ist die Ablösung der guten alten Schultafel durch das Smartboard, das vielfältige Funktionen in sich vereint: es dient wie eine Tafel, den man kann mit dem Finger darauf schreiben, die entsprechenden Linien oder Kästchen sind individuell einstellbar. „Für den Sachunterricht eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten“, so Lenders. Schnell ließen sich Grafiken, Lehrfilme und andere Informationen aus dem Internet zeigen. Die Zeiten von schlecht funktionierenden Overheadprojektoren oder defekten Videoanlagen seien endgültig vorbei.

Auf die Frage, inwieweit der Unterricht sich dadurch ändere, sagte die Pädagogin, sie sehe nur Vorteile mit der neuen Technik. Grundsätzliche Arbeitsweisen, wie Gruppenarbeit, Schreiben lernen oder eigene Vorträge vorbereiten, seien selbstverständlich nach wie vor Bestandteil des Schulunterrichts. Jeder Touchscreen kann geschlossen werden und dient so auch als Whiteboard. Die erforderliche W-LAN-Vernetzung für eine optimale Nutzung der Smartboards sei in der Umsetzung, ebenso der Glasfaser-Anschluss.

Für die Schulleiterin bedeuten die neuen Akustik-Decken in den Klassenräumen eine beinahe ebenso gute Verbesserung der Unterrichtsarbeit wie die digitale Aufrüstung. „Wenn ein Kind, das in der letzten Reihe sitzt, einen Text vorliest, kann man es einfach viel besser verstehen. Es hallt nicht mehr, das ist eine große Erleichterung für Lehrer und Schüler“, sagte Lenders. Auch die Pausen werden für die Grundschüler schöner: der Schulhof wurde neugestaltet und bietet mit Schaukeln, Torwand und Balancierbalken mehr Möglichkeiten, sich zu bewegen und zu spielen.

Was mit dem alten Gebäude der Josef-Lörks-Grundschule geschieht, ist noch unklar. „Das alte Gebäude war nicht sanierungsfähig. Über das weitere Vorgehen entscheidet der Rat“, so die Bürgermeisterin.