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Kreis Kleve: Kalkar gewinnt Homepage-Test

Kreis Kleve : Kalkar gewinnt Homepage-Test

Auf den Internetseiten der Hauptschulen des Kreis Kleves fehlen oft Informationen über Fächer und Projekte. Der Bildungsweg wird nur selten dargestellt. In der kommenden Woche stehen die Realschulen auf dem Prüfstand.

Besonders Jugendliche nutzen verstärkt das Internet zur Kommunikation, Information oder zum Shoppen. Die Schulhomepages gewinnen damit eine wachsende Bedeutung für die Schüler. Welche Wahlpflichtfächer es gibt, wie der Praktikumsbericht aussehen soll oder wann der Auftritt der Schulband ist, darüber könnten die Schulhomepages informieren. Bewertet wurden Gestaltung, Informationsgehalt, Aktualität und Downloadmöglichkeiten.

Beim Design und der Übersichtlichkeit sind große Unterschiede fest zu stellen. Einige Homepages, wie die der Hanna-Heiber-Hauptschule in Kranenburg oder der Geschwister-Scholl Hauptschule in Geldern, sind ansprechend gestaltet. Die Informationen sind leicht zu finden. Der Internet-Auftritt der Rheinschule Rees wirkt durch Änderungen der Schriftgröße und -farbe hingegen chaotisch. Sehr übersichtlich, aber mit veraltetem Design präsentiert sich die Wilhelm-Frede-Gemeinschaftshauptschule aus Kleve.

Deutliche Unterschiede gibt es beim Informationsgehalt: wissenswert für Jugendliche ist, welche Fächer sie wählen können oder was für AGs oder Projekte angeboten werden. Viele Seiten geben dazu nur mangelhafte Informationen. Die Gustav-Adolf-Hauptschule in Goch zählt einige Fächer auf. Die Rheinschule Rees nennt Beispiele aus dem Biologie- und Kunstunterricht. Weiter reicht das Informationsangebot aber nicht. Porträtfotos der Pauker gibt es auf keiner der Homepages. Vereinzelt gibt es Fotos des Kollegiums. Dafür hat fast jede Schule Fotos vom Schulgebäude hochgeladen.

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Auch bei der Aktualität befinden sich manche Schulen im Rückstand. Die Termine der St.-Nikolaus-Bekenntnishauptschule in Kalkar sind aktuell. In Kranenburg ist es ebenso, allerdings sind die Sprechstundenzeiten aus dem Jahre 2010. Die Wilhelm-Frede-Gemeinschafts-Hauptschule in Kleve hat keinerlei Termine online. Elternbriefe und Anmeldeformulare sind selten zum Download verfügbar.

Die Gustav-Adolf-Hauptschule in Goch bietet das Schulprogramm als PDF-Datei an. Die Sankt-Nikolaus-Hauptschule in Kalkar hat Informationen über geplante Praktika und Berufsvorbereitung online. Die Internet-Auftritte der Konrad-Adenauer-Gemeinschafts-Hauptschule in Kleve und der St.-Anna-Schule in Materborn konnten nicht gefunden werden.

Fazit: Ein Großteil der Homepages hat keine kontinuierliche Berichterstattung über Ausflüge und Projekte. Viele Aktionen liegen mehrere Jahre zurück. Ebenso ist es bei den Informationen über Bildungsweg und Lehrinhalten. Welche Themen in den Fächern anliegen wird in den wenigsten Fällen genannt. Eine Vorstellung der Wahlpflichtfächer erfolgt so gut wie nie. Eine Homepage aktuell zu halten ist zeitintensiv, wofür das Personal anscheinend fehlt.

(RP)