1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

KAG-Schulpflegschaft in Kleve: Warten noch auf schnelleres Internet

Aus den Schulen : KAG-Schulpflegschaft: Warten auf schnelleres Internet

Die Schüler des Kellener Gymnasiums können die vorhandenen Tablets und Laptops nicht nutzen, weil sie damit nicht online gehen können.

Die Schulpflegschaft des Konrad-Adenauer-Gymnasiusms hat mit einem Brief an die Politik auf die Situation bei der Versorgung mit Internet an der Schule aufmerksam gemacht. „Die Tablets und Laptops sind bereits angekommen. Nun benötigen wir dringend auch die Möglichkeit, ins Internet zu gelangen“, heißt es in dem Schreiben, das bereits vor der Wahl an alle Bürgermeisterkandidaten verschickt wurde. Man freue sich über die Bereitschaft der Stadt Kleve, innerhalb kürzester Zeit Geld in die Hand zu nehmen. „Nach Aussagen unserer Schulleitung hinkt es jedoch noch, da eine stabile Internet-Verbindung über Kabel nicht möglich ist und nur ein Richtfunk-Mast dieses Problem beheben kann.“ Zu Beginn der Erkältungszeit dränge die Frage besonders. „Unsere Kinder bleiben seit diesem Schuljahr bei jedem Schnupfen für mindestens 24 Stunden zu Hause. Diesen gravierenden Schulausfall, für den es nicht einmal eines Corona-Ausbruches bedarf, können wir nur mit besserer Internetanbindung auffangen.“ Die Versäumnisse der Politik bei der Digitalisierung der Schulen werde man in Zukunft nicht mehr so hinnehmen. „Hier muss schnellstens etwas passieren.“

Bürgermeisterin Sonja Northing antwortete schriftlich, dass nach dem Ratsbeschluss zur Breitbandversorgung an Schulen im Juli auch im Schulausschuss Mitte August über den Fall gesprochen worden sei. „Für das KAG besteht eine Anbindung mit einer Bandbreite von 185 Mbit/s. Diese ermöglicht das Arbeiten an den angeschafften digitalen Geräten.“ Für weitere Optimierungen teste das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein eine Bündelung der vorhandenen Leitungen und der aktuell geschaffenen Leitungen. „Wenn absehbar ist, dass diese nicht ausreichen, wird eine Anbindung über Richtfunk geprüft.“ Northing versichert, dass „alle ein hohes Interesse daran haben, die bestmöglichen Standards zu erreichen.“

Auch CDU-Kandidat Wolfgang Gebing antwortete den Schulvertretern: „Ich schließe mich Ihrer Auffassung an, dass auch am Konrad-Adenauer-Gymnasium kurzfristig für eine stabile lnternetverbindung gesorgt wird. Denn was nutzen die modernsten digitalen Medien, wenn sie nicht optimal eingesetzt werden können“, schreibt Gebing. „Die Versäumnisse der letzten Jahre, was die Verzögerung des Neubaus, aber auch in diesem Fall die Digitalisierung betrifft, können nicht länger hingenommen werden.“

Auf die Versäumnisse der Politik angesprochen, lasse er Vorwurf gelten, nicht genügend nachgehakt zu haben, obwohl es einen einstimmigen Ratsbeschluss gegeben habe. „Hier gilt wieder der Spruch: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Solch verzögerte Umsetzungen werde ich nicht hinnehmen, sollte ich zum Bürgermeister gewählt werden.“