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Kleve: KAG bewirbt sich um Engagementspreis

Kleve : KAG bewirbt sich um Engagementspreis

Zwei Projektgruppen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums sind für den Publikumspreis des Deutschen Engagementspreises 2017 nominiert. Die Schüler des KAG haben sich für eine lebenswerte Gesellschaft eingesetzt.

Demokratisch denken und nachhaltig handeln - für die Schüler zweier Projektgruppen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) sind das die zentralen Ziele ihres Engagements. Die AG Fairständnis und die Projektgruppe Kinderzukunftswerkstatt könnten für ihre Arbeit nun beide eine Auszeichnung erhalten. Sie sind nominiert für den Deutschen Engagementpreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist. "Wir wollten die Sensibilität für demokratische Strukturen stärken. Alle sollten zusammenarbeiten und den Kreis, in dem man denkt, weiter ziehen", sagt Wolfgang Tyssen, Lehrer des KAG und Projektbegleiter der Kinderzukunftswerkstatt.

Am Konrad-Adenauer-Gymnasium leben ältere Schüler den jüngeren bürgerliche Partizipation vor. Nun wollen sie dafür auch eine Auszeichnung erhalten. In der letzten Woche vor den Sommerferien haben Schüler der zwölften Klasse des KAG und des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zahlreiche Kleingruppen mit Schülern der Unterstufe geleitet und mit ihnen an individuellen Projekten gearbeitet. Dabei sollten die Schüler vor allem zu politischen, aber auch zu schulinternen Themen kreative Ideen finden. So wurden beispielsweise die Themen Schulhofgestaltung oder Minoritenplatzbebauung an den drei Tagen behandelt.

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Wenzel Poorten aus der zwölften Klasse war Projektleiter und hält die Veranstaltung für eine besondere Erfahrung: "Es hat großen Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung. Die Kinder haben toll mitgearbeitet." Wenzel hatte sich während der drei Tage den Themen Innenausstattung und Architektur verschrieben. Dabei hat er die Kinder unter anderem Klassenzimmer in Schuhkartons basteln lassen. Wochenlang bereiteten die angehenden Abiturienten ihre Kurse vor. Begleitende Lehrer gaben bloß einen organisatorischen Rahmen, ansonsten gab es keine Vorgaben.

Doch nicht nur den Projektleitern, sondern auch den Teilnehmern hat die Zukunftswerkstatt gefallen: "Es hat mich positiv überrascht. Die Projektleitung war sehr gut, obwohl es keine Lehrer waren", sagt die zwölfjährige Jolina Wittjes. Neben der Zukunftswerkstatt ist auch die AG Fairständnis nominiert. Bereits seit 21 Jahren setzt sich die Gruppe für eine Partnerschule in El Salvador ein, indem sie Geld sammelt. "Gerade jetzt ist diese Unterstützung wichtig. In Nueva Esparanza bekriegen sich verschiedene Jugendbanden. Es ist aktuell sehr gefährlich dort", sagt Sebastian Okon, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft. Für den Engagementpreis konnten sich die Schüler nicht von sich aus bewerben. Sie mussten von anderen, bereits erfolgreichen Teilnehmern vorgeschlagen werden. Beide Klever Arbeitskreise wurden von einer Initiative aus Jena vorgeschlagen.

Im vergangenen Jahr schafften es die Schüler schon auf den zwanzigsten Platz mit 801 Stimmen. Die beiden Projekte erhoffen sich nun Unterstützung der Klever Bevölkerung. Unter www.deutscher-engagementpreis.de kann jeder für die Projekte abstimmen.

Das Online-Voting findet noch bis zum 20. Oktober statt. "Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir unter die besten 30 Projekte kommen", sagt Wenzel. "Den Schülern sollte klar werden, wie man demokratisch entscheidet und dass sie etwas ändern können. Dazu hat das Projekt beigetragen", sagt Lea van Wickeren, Projektleiterin bei der Zukunftswerkstatt.

(RP)