Kleve: Juso-Hochschulgruppe: Rat verkennt Not an Wohnraum für Studenten

Kleve : Juso-Hochschulgruppe: Rat verkennt Not an Wohnraum für Studenten

Die Juso-Hochschulgruppe Rhein-Waal kritisiert das Handlungskonzept zur Wohnsituation der Stadt Kleve. "In der Innenstadt fehlt Wohnraum für verschiedene Nutzergruppen, insbesondere für Studenten und Familien" – diesen Satz kann man in der jüngst veröffentlichten Handlungskonzeption für die Klever Innenstadt lesen. "Folglich müsste die Schaffung von studentischem Wohnraum eine der höchsten Prioritäten der Stadt haben", sagt Andreas Tietze, Studiengangssprecher an der Hochschule Rhein-Waal und Mitglied der der dort ansässigen Juso-Hochschulgruppe.

Die Juso-Hochschulgruppe Rhein-Waal kritisiert das Handlungskonzept zur Wohnsituation der Stadt Kleve. "In der Innenstadt fehlt Wohnraum für verschiedene Nutzergruppen, insbesondere für Studenten und Familien" — diesen Satz kann man in der jüngst veröffentlichten Handlungskonzeption für die Klever Innenstadt lesen. "Folglich müsste die Schaffung von studentischem Wohnraum eine der höchsten Prioritäten der Stadt haben", sagt Andreas Tietze, Studiengangssprecher an der Hochschule Rhein-Waal und Mitglied der der dort ansässigen Juso-Hochschulgruppe.

Das Handlungskonzept für die Stadt, das dem Rat zur Abstimmung vorliegt, räumt der Wohnungsproblematik nur eine "mittlere" Priorität ein. Zu den Projekten mit "hoher Priorität" gehören etwa die Neugestaltung des Rathausplatzes und das Fassadenprogramm für die Innenstadt.

Derzeit stehen nach Angaben der Stadt Kleve 263 Wohnungen für Studenten der Hochschule im Stadtgebiet zur Verfügung. Die meisten davon werden vom Studentenwerk Düsseldorf betrieben. 213 Wohnungen sind bereits belegt — für die übrigen 50 existiert schon heute eine Warteliste mit mehr als 70 Interessenten.

Von den eigentlichen 263 Wohnungen sei keine mehr übrig, Verwaltung und Stadtrat seien sich dieser Problematik nicht bewusst, so Tietze weiter. Die Juso-Hochschulgruppe Rhein-Waal fordert Politik und Verwaltung auf, dem Problem eine größere Priorität einzuräumen, gemeinsam mit dem Studentenwerk Düsseldorf und der Hochschule Rhein-Waal müssen Maßnahmen erarbeitet und schnellstmöglich umgesetzt werden. "Seit April haben wir in der Hochschulgruppe eine Umfrage zur Wohnsituation von Studenten durchgeführt. Diese werten wir derzeit aus und werden sie zum Semesterbeginn im September veröffentlichen. Aber schon jetzt ist erkennbar, dass der durchschnittliche Mietpreis für Studenten auf dem Niveau bekannter Großstädte liegt und dass ein erheblicher Teil der Studenten außerhalb von Kleve wohnt", sagt Tietze. So hätten zahlreiche Studenten eine tägliche Anreise von 20 Kilometern und mehr, so der Studiengangssprecher, der betont: "Wenn im kommenden Semester 1000 Studenten in Kleve immatrikuliert werden, wird sich diese Situation noch weiter verschärfen." Das Handlungskonzept ist abrufbereit der Homepage der Stadt Kleve.

(RP)
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