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Kleve: Jugendamt Kleve startet Aktionswochen

Kleve : Jugendamt Kleve startet Aktionswochen

Der Fachbereich Jugend und Familie will sich stärker ins Bewusstsein der Klever rücken. Zahlreiche Veranstaltungen finden im Mai und im Juni im Rahmen einer Kampagne statt. Unklar ist, wie es mit der Schulsozialarbeit weitergeht.

Das Klever Jugendamt ist gefragt. Jährlich wenden sich hunderte ratsuchende Eltern, Kinder und Jugendliche an den Fachbereich Jugend und Familie oder die Beratungsstellen in freier Trägerschaft. Mehr als 140 Meldungen von Kindeswohlgefährdungen gingen im Jahr 2012 bei der Stadt Kleve ein. 33 Kinder beziehungsweise Jugendlichen wurden in Obhut genommen. Mehr 1500 Kinder werden regelmäßig in Kindertagesstätten oder in Tagespflege betreut, und mehr als 150 Fachkräfte sind in Arbeitsgruppen und Netzwerken aktiv.

Und doch wünschen sich die 35 Mitarbeiter des Jugendamts, dass ihre Angebote noch stärker im Bewusstsein der Menschen verankert wären. "Viele Menschen haben Hemmungen, sich an uns zu wenden", sagt Fachbereichsleiter Dieter van Elsbergen. Deswegen beteiligt sich der Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Kleve mit einer Veranstaltungsreihe an den bundesweiten Aktionswochen "Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt". Ziel der Aktionswochen im Mai und Juni ist es, "Kompetenzen und Leistungen der Jugendhilfe in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen und Bürger zum Dialog einzuladen".

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Los geht es am Dienstag, 28. Mai mit dem 1. Klever Kinderschutzkongress. Das Netzwerk Kinderschutz lädt alle Lehrer, Fachkräfte, Mitarbeiter und Träger zu einer gemeinsamen Fachtagung ein. Die Präsentation und Diskussion des neuen Leitfadens Kinderschutz stehen im Mittelpunkt. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Erziehungsberatungsstellen veranstaltet der Caritasverband am Dienstag, 4. Juni, eine Fachveranstaltung im Kolpinghaus zum Thema "psychisch kranke Eltern". Der vierte und abschließende Fortbildungsabend für (zukünftige) Pflegeeltern findet am gleichen Abend im Kolpinghaus statt.

Am Mittwoch, 5. Juni präsentiert Theodor-Brauer-Haus die Schulsozialarbeit in Form eines "Marktes der Möglichkeiten" in der Klever Stadthalle und lädt zu einer Podiumsdiskussion, in dessen Rahmen die Zukunft der Schulsozialarbeit skizziert werden soll. Der Hintergrund: Die Schulsozialarbeit wird an den Klever Schulen nach derzeitiger Planung noch bis zum Ende des Schuljahrs 2013/14 gefördert. Dazu Kämmerer Willibrord Haas: "Die Notwendigkeit der Förderung ist da, aber es ist die Frage, ob wir uns das weiterhin leisten können." Die Fraktionen müssten sich im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen 2014 in dieser Frage positionieren, so Haas.

Am Donnerstag, 6. Juni, tagen im Rahmen der Vorberatungen zur Neuaufstellung des Kinder- und Jugendförderplans die Träger der Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen (Jugendheime) gemeinsam mit dem Fachbereich Jugend und Familie.

Und am Samstag, 15. Juni, findet das traditionsreiche Südstadtfest am Spielplatz an der Braunstraße statt. Neben verschiedenen Spiel-, Sport- und Kreativangeboten werden in diesem Jahr die Angebote und Leistungen des Jugendamtes an Stellwänden präsentiert. Hauptzielgruppe sind die Familien des Stadtteils.

(RP/rl)