Kleve: Jochen, der Strahlende

Kleve : Jochen, der Strahlende

Als Funkender geht er in die neue Session: Kleves neuer Karnevalsprinz Jochen (van Heek) feierte in der vollen Stadthalle eine gelungene Premiere. Unterstützung "seiner" Funker gab's reichlich.

"Ik koss so schrouwe"-Schilder hielten die einen hoch, rot-weiße Fähnchen schwenkten die anderen. Samstagabend zeigte Hoppeditz in der Klever Stadthalle wieder ein lachendes und ein weinendes Auge, weil ein Prinz "Tschüss" und ein Prinz "Hallo" sagten. So haben Prinzenproklamation und Fußball eines gemeinsam – nach dem Spiel ist vor dem Spiel!

Da versagte Achim die Stimme

Prinz Achim hat das Spiel beendet und, wie Präsident Norbert Pauls treffend meinte, "ein Jahr dafür gesorgt, dass Kleve tierisch gut drauf war!" In seiner Abschiedsrede bedankte er sich bei den gesamten Klever Narren, dass "ich meinen Lebenstraum verwirklichen konnte." Zum Schluss wollte er seinem Nachfolger alles Gute wünschen – allein, die Stimme versagte ihm ob der überwältigenden Emotionen.

Die spontane herzliche Umarmung indes drückte, als er sein Zepter aus der Hand gab, mehr aus als Worte sagen können. Nun war alle närrische Macht in der Hand von "Jochen dem Funkenden", da er bereits zuvor vom Bürgermeister zum neuen Klever Karnevalsprinzen proklamiert worden war. Theo Brauer hatte es dabei gerne Stefan Quinkertz überlassen, der mit dem dezenten aber stimmigen "Lied für Kleve" (Brauer: "Was für eine Hommage an unsere Vaterstadt!") den würdigen Rahmen bot. Humorig vorgestellt wurde die neue Tollität von Fred Quinkertz und Michael Rübo.

Die interessierten Zuhörer erfuhren, dass "Der Funkende" in "Kleef bej Nöttere" geboren wurde, dass er keine "Sprütten" mag und (vielleicht deshalb?) früher so dünn war, dass er "nicht vom Baum fiel, sondern schwebte". Resümierend stellten sie fest, dass er durch seine heute erworbene Regentschaft sicherlich in der ganzen Welt bekannt würde – "sogar in Emmerich und Goch!"

"Seid ihr auf Empfang?"

Seine Antrittsrede begann Prinz Jochen (van Heek) mit "Achtung Kleve! Seid ihr auf Empfang?" – dem neuen Schlachtruf der Session. Er verbeugte sich vor dem scheidenden Prinzen Achim, der alle "Nöölpänse" zum Schweigen gebracht hätte und betonte, dass er der erste Klever Prinz sei, der nicht in Kleve wohne – aber dafür wohne der Kranenburger Prinz in Kleve!

Um den Abend für den neuen Prinzen unvergesslich zu machen, enterten viele Könner die Narrenbühne: die Funkerschwänchen überzeugten sowohl mit ihrem Garde- als auch mit dem Showtanz und Sandra Büskens zeigte einen umwerfenden Solotanz. Die Funker Twens schafften's wieder, eine ellenlange Polonaise einzufädeln und den Rest des Publikums auf ihren Plätzen tanzen zu lassen! Das Tanzkorps "Rheinveilchen" ließ seine Tanzmariechen bis an die Scheinwerfer fliegen, und die "Dolls Company" verblüffte mit der Mischung aus Mensch und Puppe.

Den Schlusspunkt setzte Andreas Martin – einfach Stimmung pur in der Klever Stadthalle!

(RP)
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