Jobcenter: Zahl der Hartz-IV-Empfänger gestiegen

Kreis Kleve : Jobcenter: Zahl der Hartz-IV-Empfänger gestiegen

Trotz dauerhaft hoher Vermittlungszahlen weist die aktuelle kommunale SGB-II-Statistik des Jobcenters Kreis Kleve für den Monat November einen neuen Höchststand an SGB-II-Leistungsempfängern aus.

"Die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit ist und bleibt eine gesellschaftliche Herausforderung für alle beteiligten Akteure", betonte Landrat Wolfgang Spreen bei der Vorstellung der jüngsten Zahlen im Kreishaus. Von den insgesamt 362 Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt erfolgten 120 in eine Vollzeitbeschäftigung - erneut eine Quote von 33 Prozent. 59 Personen wurden in Teilzeitjobs vermittelt, so dass es sich bei jeder zweiten Vermittlung um eine Integration in eine sozialversicherungspflichtige und damit nachhaltige Tätigkeit handelt. Darüber hinaus wurden 25 Personen in Ausbildung und drei Personen in eine sonstige Tätigkeit - beispielsweise in die Selbstständigkeit - vermittelt.

155 Vermittlungen erfolgten in eine geringfügige Beschäftigung. "Auch eine Teilzeitbeschäftigung oder eine geringfügige Beschäftigung ist ein wichtiger Schritt, um dem drohenden Risiko der Abhängigkeit von Sozialleistungen zu begegnen", sagte Spreen. Wichtig sei auch der Hinweis, dass nicht alle Langzeitarbeitslosen in Vollzeit vermittelt werden könnten oder wollten. Hier gebe es häufig gesundheitliche oder familiäre Einschränkungen, denen Rechnung getragen werden müsse.

Im Kreis Kleve befinden sich von 100 Einwohnern etwa 6,4 Einwohner im Leistungsbezug. Diese Zahl stellt sowohl im Vergleich zu Bund (7,6) und Land (9,2), als auch zu den beiden Nachbarkreisen Wesel (7,5) und Viersen (6,7) einen vergleichsweise guten Wert dar.

Im Oktober 2014 hat der Kreis Kleve zur Erfüllung aller Aufgaben nach dem SGB II etwa 10,2 Millionen Euro aufgewendet. Dieser Betrag liegt geringfügig über dem Ergebnis des Vormonats (plus 75 000 Euro). Gegenüber dem Vorjahresmonat (Oktober 2013) liegt das Ergebnis um rund 830 000 Euro (rund 8,9 Prozent) höher.

Bislang wurden laut Kreisverwaltung im laufenden Jahr etwa 100,6 Millionen Euro für die Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende aufgewendet. Dies sind rund 8,5 Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (plus 9,3 Prozent).

Der Kreis und die Kommunen sind hieran mit einem Anteil von etwa 20 Millionen Euro beteiligt.

(RP)
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