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Kleve: Initiative gegen Querspange: "Die Diskussion ist unseriös"

Kleve : Initiative gegen Querspange: "Die Diskussion ist unseriös"

Sie haben alle Fahrzeuge gezählt, sie haben Diagramme erstellt, Verkehrsflüsse simuliert. Und sie kommen zu einem Schluss: Die Kreuzung Gruft/Tiergartenstraße würde durch eine Querspange nicht entlastet.

"Wir sind überrascht, dass diese Diskussion jetzt wieder geführt wird", sagen die Professoren Heinz Falk und Wolfgang Kottnik von der Bürgerinitiative gegen den Bau der Querspange. Die Faktenklage habe sich nicht geändert: Die Belastung der Gruft resultiere nicht aus dem Verkehr, der von der Tiergartenstraße komme, sondern vor allem von den Fahrzeugen, die bereits auf dem Klever Ring sind. "Keiner kann beweisen, dass eine Entlastung der Kreuzung Gruft/Tiergartenstraße der Fall ist, wenn die Tiergartenstraße abgebunden oder beruhigt wird. Es gibt kein Verkehrskonzept, was das belegen könnte", sagt Falk. Allein: Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer habe den Antrag für den Bau der Straße mit dieser Entlastung begründet.

"Es muss ein Gesamtverkehrskonzept her", fordern beide. Und Falk ist sicher, dass bei einem neuen Verkehrskonzept die Querspange überflüssig sein wird. Aber dazu brauche man dringend eine neue Untersuchung der Ist-Situation, mit belastbaren Zahlen und nicht nur einer Berechnung der täglichen Durchschnittswerte. Dazu gehöre auch eine Beurteilung der Verkehrsspitzen und die Simulation, wie sich der Verkehr ändert, wenn Straßen verändert werden. Wenn belastbare Zahlen vorgelegt werden, sei man auch bereit, die Fakten zur Querspange neu zu bewerten: "Da wären wir ergebnisoffen", sagt Kottnik. Bei einem neuen Verkehrkonzept müssten natürlich auch die verschiedenen Varianten einer B9 neu geprüft werden. Falks Fazit: "Die Diskussion, die jetzt seitens der Querspangen-Befürworter geführt wird, ist unseriös."

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Die Stadt müsse, wenn sie wieder den Bau dieser Straße ins Auge fasst, endlich ein entsprechendes Verkehrsgutachten in Auftrag geben und ein schlüssiges Verkehrskonzept. Dazu erwartet Kottnik von der Politik, dass sie entsprechende Ziele vorgibt. Hier erwartet die Bürgerinitiative die von der Verwaltung zugesagte Zusammenarbeit. Außerdem solle die Stadt bedenken, dass der "neue Tiergarten" erst jüngst durch die Untere Denkmalbehörde unter Schutz gestellt wurde. Und genau durch diesen Bereich führt die Trasse der möglichen Umgehung des Parks.

(RP)