Infoveranstaltung der Unabhängigen Wählergemeinschaft

Versammlung : Vereinigte Wählergemeinschaft will nach Kranenburg

Infoveranstaltung in Kranenburg der Vereinigten Wählergemeinschaft.

Es waren gut ein Dutzend Bürger, die zu Beginn der Einladung der Vereinigten Wählergemeinschaft gefolgt und neugierig auf das waren, was deren Vorsitzender Ralf Jansen (Kerken) ihnen zu sagen hatte.

Dessen Zielsetzung ist klar: Es soll, wie in einigen der 16 kreisangehörigen Kommunen bereits längst geschehen, auch in Kranenburg eine unabhängige Wählergemeinschaft gegründet werden. Schließlich habe man auch aus der Grenzgemeinde von der Unzufriedenheit über politische Entscheidungen, alte Seilschaften und der Gewissheit, dass der Bürgerwille zu oft ignoriert wird, gehört.

„Nicht nur dieses sind Gründe, warum es Wählergemeinschaften im Kreis Kleve gibt”, eröffnete der Kerkener die Runde und blickte zudem nach Kalkar, wo er die seinerzeitige Gründung der Wählergemeinschaft „Forum Kalkar“ mit begleitet hatte, die heute bekanntermaßen die Bürgermeisterin stelle. Geradezu ein Paradebeispiel dafür, was eine starke Bürgergemeinschaft bewegen könne.

Daher sei es sein Ziel, auch in den Kommunen Kranenburg, Rees, Bedburg-Hau, Weeze, Uedem und Issum ebenfalls Unabhängige Wählergemeinschaften zu etablieren. „In Geldern ist uns dies bereits gelungen und in Rheurdt ist man auf der Zielgeraden“, hatte Janssen die Anwesenden bereits im Vorfeld, unter anderem über Social Media, wissen lassen und erklärte zudem, wie die Gründung einer Wählergemeinschaft von statten gehe.

Plakative Beispiele wie: Der Bund der Steuerzahler NRW berichtete, dass der Unmut über Straßenbaubeiträge weiterhin hoch sei und ein Ende der Gebühr immer noch nicht beschlossen. Oder: Wie schaut es da mit den Windkraft-Zonen aus, sind die im Reichswald wirklich vom Tisch? Nicht zu vergessen: Braucht Kranenburg neue Baugebiete? Fragen die geeignet waren, Interessierte für diesen Informationsabend zu gewinnen.

Da dauerte es auch nicht lange, bis es aus einigen der gekommenen Bürger auch  nur so heraussprudelte und sie bekannten, dass sie sich auch in Kranenburg in verschiedenen Bereichen von Politik und Verwaltung allein gelassen fühlten. Ob es die Fällung von Bäumen sei, die man nicht so recht nachvollziehen konnte, oder eben eines der Top-Themen, nämlich das „Ausufern” von Baugebieten. Gerade hier war man der Meinung, dass der Bürger nicht genügend mit in die Entscheidung eingebunden und oftmals vor vollendete Tatsachen gestellt werde.

Unter den Interessierten des Informationsabends waren auch einige Niederländer, die gleichfalls die Schwerfälligkeit und manches Mal auch Undurchsichtigkeit der deutschen Bürokratie bemängelten. Auch sie forderten vermehrt Transparenz in manchen Entscheidungen, die man nicht so recht nachvollziehen könne. Kommunalpolitik von Bürgern für Bürger lautete daher das Credo der Vereinigte Wählergemeinschaften die in Kranenburg, auch nach kontroversen Diskussionen, von einer Neugründung wohl nicht so weit entfernt sein dürfte. Hierzu soll es in Kürze eine zweite Informationsveranstaltung in Kranenburg geben.