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In Wissel wurde Info-Pfad zum Thema Kies eröffnet

Mit Geschichts-Tafeln : Neuer Spazierweg in Wissel informiert über Kiesabbau

Das Kieswerk Wissel hat in einen Wander- und Radweg investiert, von dem aus sich die Natur am und auf dem See gut beobachten lässt. Infotafeln informieren über die Historie der Abgrabung.

(RP) Nicht alle Aktivitäten der Kieswirtschaft finden die Zustimmung der Bürger. Mancher sorgt sich um die zahlreichen Löcher mit und ohne Wasser in der niederrheinischen Landschaft. Andererseits weiß jeder, dass die Bauindustrie die Rohstoffe  braucht, und manches heutige Freizeitgebiet ist eine Fortentwicklung einer ehemaligen Abgrabung. Nicht zuletzt in Wissel ist das so, wo seit den 30-er Jahren Sand und Kies gewonnen wurde und die Menschen aus der Umgebung den entstandenen See schon bald  zum Schwimmen nutzten. An alles, was sich rund um den Wisseler See seit damals entwickelte, erinnert nun ein Kies-Informationspfad, den das Kieswerk Wissel in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Stadt Kalkar angelegt hat. 

Seit kurzem führt von der Mühlenstraße aus ein befestigter Verbindungsweg entlang des Wisseler Sees an den Wisseler Dünen entlang bis zur angrenzenden Fahrradstraße Kaltenberg. Der Weg, aufwändig hergerichtet, bietet auf zwei Kilometern ein ideales Terrain für Spaziergänger und Radfahrer. Drei neue Aussichtsplattformen mit Ruhebänken ermöglichen gute Ausblicke auf den See und die sich entwickelnden Biotope. Auf drei großformatigen Tafeln – konzipiert durch Kieswerk und Stadtverwaltung – finden sich Fotos, Skizzen und umfangreiche Informationen zur Geschichte des Sees und der Kiesgewinnung.

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Der Geschäftsführer des Kieswerks, Ton Putman, freut sich über die Mitwirkung der Bürger sowie von Mitarbeitern, die im Ort leben; dies zeige die Verbindung des Unternehmens mit Wissel und der Stadt. „Wir haben in den Verbindungsweg mit dem Lehrpfad rund 300.000 Euro investiert. Es geht darum, etwas Gutes und Nachhaltiges zu schaffen, denn auch unser Unternehmen handelt langfristig", sagt Putman. Bürgermeisterin Britta Schulz dankte für das Engagement und verwies darauf, dass solche Wege für den Radtourismus wie für stadtinterne Verbindungen wichtig sind. In der schönen Jahreszeit dürften auch die hölzernen Sitzgruppen im Grünen gern genutzt werden. Sie wurden in Nischen inmitten der Uferbepflanzung errichtet, von denen aus sich auf die Wasserfläche sehen und den zahlreich vertretenen Vögeln zuhören lässt. Es ist auch ein Zugang direkt über die Wisseler Dünen gegeben – nur für Radfahrer und Fußgänger, versteht sich.

(nik)