Passende Orte werden gesucht In Kleve soll es bald Grillplätze für alle geben

Kleve · Die Stadt will bis zum Sommer öffentliche Plätze im inneren Stadtgebiet suchen, wo man grillen darf. Die Parks stehen unter Denkmalschutz und Wohnbebauung darf auch nicht in der Nähe sein.

 Bald soll es in der Stadt Plätze geben, wo man auf einem mitgebrachtem Rost grillen darf.

Bald soll es in der Stadt Plätze geben, wo man auf einem mitgebrachtem Rost grillen darf.

Foto: obs/Grillfürst

Öffentliche Grillplätze gibt es im inneren Stadtgebiet Kleve nicht. Also jene Wiesen oder Plätze, an denen ein Schild steht „Hier darf gegrillt werden“ und auf denen dann jeder seine Decke auspacken und sein Schnitzel, das Würstchen oder den Maiskolben auf die Holzkohle legen kann. Das soll sich jetzt ändern. Denn: „Das ist doch ein tolles Miteinander, ein Zeichen für Integration und Gemeinsamkeit“, sagt Christian Nitsch (SPD). Er kenne aus vielen anderen Städten solche Flächen und vermisse diese in der Kreisstadt. Deshalb hatte die SPD einen entsprechenden Antrag an den Integrationsrat gestellt.

Kleves Kämmerer Klaus Keysers bestätigte zunächst einmal, dass es in Kleve tatsächlich solche Plätze nur in den Ortschaften gebe – beispielsweise in Düffelward, Rindern und Donsbrüggen, wo Vereine oder Ortsgemeinschaften sie einrichten und in Schuss halten. In Kleve selbst habe es eine solchen Platz am Hafen-Anleger in Höhe der Hochschule gegeben, aber der sei Vandalismus zum Opfer gefallen.

Außerdem gab Keysers zu bedenken, dass ein solcher Platz mit Grill gepflegt und sauber gehalten werden müsse. Er rate dazu, Kontakt mit Vereinen aufzunehmen. Auch die im Antrag vorgeschlagenen Klever Gärten seien als Grillanlagen eher auszuschließen: Hier könnte es zu Kollisionen mit dem Denkmaschutz und mit den für die Gärtendenkmäler erstellten Parkpflegewerke kommen. Auch könne man diese Plätze nicht nah an einer Wohnbebauung ausweisen.

Nitsch stellte im Laufe der Diskussion klar, dass er keine fertig eingerichteten Grillplätze wie in den Dördern erwarte: „Den Grill muss man schon mitbringen. Es gilt nur, Plätze zu finden, wo man dies erlauben kann“, sagt der SPD-Fraktionschef. Keysers versprach, dass das die Verwaltung gerne prüfen werde – er habe das anders verstanden. Georg Hiob (CDU) mahnte allerdings, das Ganze nicht „totzuprüfen“, sondern zügig einen oder zwei Plätze zu finden, wo man den Versuchsballon „Grillen für jedermann“ starten könne. Auch Anne Fuchs begrüßte für die Offenen Klever den Antrag.

Der Integrationsrat empfahl einstimmig.

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