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In Kleve kann man Knöllchen jetzt digital bezahlen.

Knöllchen bezahlen und Co. : So digital wird die Stadt Kleve

Bis Ende 2022 müssen 107 Dienstleistungen in der Stadt Kleve digitalisiert sein. Jetzt sind erste Bezahlfunktionen online möglich. Wir erklären, wie das per Klick oder QR-Code funktioniert.

Knöllchen und bestellte Urkunden können jetzt in Kleve online bezahlt werden: Der digitale Weg für die Urkunden führt dabei über die Web-Seite der Stadt, der digitale Weg für Knöllchen kann direkt per QR-Code eingescannt werden. Das digitale Bürgerportal der Stadt Kleve wächst also: Schritt um Schritt arbeitet sich das Digitalteam der Verwaltung voran, um wie die anderen Kommunen Schritt um Schritt die Anforderungen des neuen Onlinezugangsgesetzes (OGZ) umzusetzen. Das Gesetz soll die Interaktion zwischen Bürgern und Unternehmen mit der Verwaltung in Zukunft deutlich schneller, effizienter und nutzerfreundlicher machen und verpflichtet Bund, Länder und Kommunen bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten.

Wenn das Vorhaben „Smarte Verwaltung der Stadt Kleve“ 2022 abgeschlossen sein wird, müssen rund 107 Dienstleistungen digitalisiert sein. „Geplant sind hier zum Beispiel Identitätsnachweise, Bezahlfunktionen und Hochlademöglichkeiten für Anlagen und Belege sollen integriert werden“, sagt Niklas Lembeck, Sprecher der Stadt Kleve. Das geht dann in den Folgejahren bis zum papierlosen Büro. Fünf Mitarbeiter auf 3,8 Stellen arbeiten daran, dass diese Verwaltungsabläufe irgendwann einmal einfacher werden sollen: Für die Sachbearbeiter der Stadt, für die Bürger, für die Unternehmen. In Kleve reicht das Angebot inzwischen vom Online-Terminportal über die Kita-Anmeldung bis zu Online-Formularen.

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In Kleve können Bürger ab sofort Urkunden und Auszüge bestellen und die anstehenden Gebühren direkt bezahlen. „Über den neuen Online-Service können Abschriften von Geburtsurkunden, Auszüge aus dem Eheregister und dem Lebenspartnerschaftsregister sowie dem Sterberegister elektronisch angefordert werden“, sagt Lembeck. Dafür muss der Bürger „nur“ ein paar Mal klicken: Er geht auf die städtische Internet-Seite www.kleve.de und wählt dort oben in der Leiste „Bürgerportal“ aus. Dort muss man dann den Link „digitales Bürgerportal“ anklicken. Dann öffnen sich 14 Logos, mit denen die ersten digitalen Angebote der Stadt geöffnet werden können. Andere Kommunen wie Wesel arbeiten da mit schriftlichen Links. Vom Angebotsumfang seien Städte und Gemeinden ungefähr gleichauf, weil die Zugänge nach dem OGZ von allen Kommunen Zug um Zug umgesetzt werden, sagt Lembeck. Wer eine Urkunde haben möchte, füllt das entsprechende Online-Formular aus. Die Eingaben gehen an das Standesamt der Stadt Kleve, wo sie geprüft werden und die Urkunde per Post zugestellt wird.

Beim Knöllchen muss man nicht über die städtische Seite: „Betroffene erhalten die Schreiben der Bußgeldbehörde per Post. Dieses Schreiben enthält einen QR-Code, der zur Online-Anhörung mit Zahlungsmöglichkeit leitet“, erklärt Lembeck. Über einen Benutzernamen und ein Passwort gelangt der Nutzer dann zu einem Portal, das verschiedene Bezahlformen anbietet.

Bußgeld oder Gebühren können bis jetzt per Giropay, Paydirekt oder einfach per Kreditkarte bezahlt werden. Eine vollständig automatisierte Verbuchung aller Einzahlungen sei gewährleistet. Das funktioniere auch mobil – mit Tablet, Notebook oder Smartphone. Zusätzlich seien die Online-Dienste mit einer Authentifizierungsmöglichkeit ausgestattet, erklärt Lembeck. Damit können sich Bürger sicher und plattformunabhängig bei Online-Diensten von öffentlichen Verwaltungen identifizieren.

Ebenfalls können Gebühren und andere Zahlungen an die Stadt Kleve überwiesen werden. „Die Stadtverwaltung Kleve hat seit einiger Zeit Bezahl-QR-Codes in viele Gebührenbescheiden und Zahlungsaufforderungen integriert. Wer zum Beispiel eine Banking-App nutzt, kann den Code direkt einlesen und zahlt mit einem Klick“, sagt Lembeck. Die Möglichkeit, mit QR-Code zu bezahlen, soll in der Stadtverwaltung nach und nach auf immer mehr Zahlungsaufforderungen angeboten werden.

„Ziel ist, dass nahezu alles digital beantragt werden und auch bearbeitet werden kann. Das alles unter dem Oberbegriff der Smart City“, sagt Benedict Schroers, Vorsitzender des Ausschusses für Digitales der Stadt Kleve. Im ersten Quartal 2022 solle die neue Homepage der Stadt Kleve gelauncht werden, in mehreren Sprachen und in einfacher Sprache um möglichst viele Menschen zu erreichen.