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Im Kreis Kleve sind die nächsten Häuser wegen des Verdachts auf gewerbemäßigen Betrugs durchsucht worden.

Zehn Häuser durchsucht : Corona-Betrug: Die nächsten Razzien im Kreis Kleve

Wieder sind im Kreis Kleve Häuser durchsucht worden, in denen mutmaßliche Corona-Betrüger wohnen. In zehn Objekten wurden 66.500 Euro sichergestellt. Weitere Einsätze werden folgen, so die Ermittlungskommission.

Es war die zweite Razzia gegen vermeintliche Betrüger, die unberechtigt Corona-Soforthilfen kassiert hatten sollen. Bereits im vergangenen Monat hatte die Ermittlungskommission „Goldfinger“ neun Wohnungen von Verdächtigen im Kreis Kleve durchsucht. Gestern kamen zehn weitere Objekte und Geschäftsräume hinzu. An den gemeinsamen Durchsuchungen waren die Staatsanwaltschaft und die Polizei Kleve sowie das für Wirtschaftskriminalität Kriminalkommissariat Krefeld beteiligt. In den zehn Häusern wurden 15 Beschuldigte kontrolliert. Dabei handelte es sich um Objekte in den Kommunen Rees, Goch, Emmerich, Issum, Geldern und Wachtendonk. Die Verdächtigen sollen mutmaßlich insgesamt 72.000 Euro bei Corona-Soforthilfen erschlichen haben.

Im Vorfeld hatten die Ermittler in acht Fällen bereits 66.500 Euro sichergestellt. Unter anderem durch Kontopfändungen. Zu den vor Ort gefundenen Vermögenswerten liegen noch keine genauen Ergebnisse vor. Doch wurden offenbar 2000 Euro Bargeld sichergestellt. Ebenso fanden die Beamten zahlreiche Unterlagen, die zur Klärung der Vorwürfe helfen. An der Aktion am Freitag waren 20 Polizeibeamte und zwei Staatsanwälte beteiligt.

Bereits im vergangenen Monat war wegen des Verdachts des Betrugs bei der Corona-Soforthilfe neun Wohnungen und Geschäftsräume im Kreis durchsucht worden. Gegen sieben Beschuldigte im Alter von 22 bis 81 Jahren wird im ermittelt. Einer der vermeintlichen Betrüger hatte 25.000 Euro in Gold investiert. Dabei stammten 15.000 Euro von ihm, seine Mutter hatte 9000 Euro beigesteuert sowie eine weitere Person 1000 Euro.

Die Ermittlungskommission „Goldfinger“ bearbeitet im Polizeipräsidium Krefeld seit Mitte Mai die Fälle des Subventionsbetruges im Zusammenhang mit unberechtigten Corona-Soforthilfe-Anträgen.  Mit dem zweiten Einsatz sei die Arbeit noch nicht beendet, weitere Einsätze sollen folgen, so die Polizei.