Kreis Kleve Im Kreis Kleve sehr viele Migranten ohne Arbeit

Kreis Kleve · Jeder dritte Arbeitslose in den Kreisen Kleve und Warendorf hat einen Migrationshintergrund. Ihr Anteil an der Bevölkerung dagegen ist nur ungefähr halb so groß. Das geht aus dem Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege hervor, auf den sich in einer Mitteilung das Bistum Münster bezieht. Dass Migranten deutlich häufiger arbeitslos sind, hat danach einen Hauptgrund: fehlende Berufsabschlüsse. "Der Schüssel zur Integration liegt in der Qualifizierung", folgert Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann mit Blick auf die Integration der Flüchtlinge. Wie entscheidend im abschlussorientierten Deutschland die Bildung ist, zeige sich deutlich auch im Vergleich der ersten und zweiten Generation der Migranten. Sind sie hier geboren und aufgewachsen und insofern auch sprachkundig, ist ihr Anteil an den Arbeitslosen geringer. "Wir dürfen deshalb mit Sprachförderung und weiteren Angeboten zur Integration nicht warten," fordert Kessmann.

(RP)
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