Kreis Kleve: Im Kreis Kleve mehr Hartz-IV-Empfänger

Kreis Kleve: Im Kreis Kleve mehr Hartz-IV-Empfänger

Seit Ende 2008 gibt es einen bedauerlichen Aufwärtstrend bei den Zahlen der Hartz IV-Empfänger. Diese Entwicklung setzte sich auch im Monat März fort, erklärte Landrat Wolfgang Spreen bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen am Freitag.

Grund sei die gesamtwirtschaftliche Situation; die Wirtschaft müsse erst wieder Vertrauen fassen, damit sie mehr Menschen einstelle.

57 Bedarfsgemeinschaften mehr

Die Anzahl der zu betreuenden Bedarfsgemeinschaften im Kreis Kleve ist um 57 gestiegen. Es sind im März 7898 (Februar: 7841) Männer und Frauen mit ihren Familien auf finanzielle Unterstützung angewiesen und erhalten Arbeitslosengeld II. Historischer Tiefstand war im November 2008 mit 6962 Bedarfsgemeinschaften. Auffällig an der Entwicklung sei, dass jeweils ab Mai eines Jahres die Zahlen wieder sinken. Die Hoffnung der Kreisverwaltung ist, dass dieser Trend sich auch in diesem Jahr bestätigt.

In den Bedarfsgemeinschaften hat sich die Anzahl der Erwerbstätigen von 11.243 Personen auf 11.276 erhöht. Die Anzahl der betroffenen Kinder ist in den vergangenen Jahren in etwa konstant geblieben. 90 Fälle weniger als im Vorjahr wurden verzeichnet, Spreen führt das auf das Bestreben zurück, Familien mit Kindern besonders zu fördern.

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Integration in den Arbeitsmarkt

In den ersten Arbeitsmarkt konnten im Februar 2010 im Kreis Kleve 193 Personen wieder integriert werden. Von diesen konnten nur 78 Personen in eine Vollzeitstelle vermittelt werden. Das sei im Vergleich zu den Vorjahren relativ wenig, hieß es.

Derzeit sind mehr Betroffene in Teilzeit oder eine geringfügige Beschäftigung vermittelt worden. Das liege wahrscheinlich am allgemeinen Arbeitsmarkt. "Die Arbeitgeber sind, wenn sie einstellen, zurückhaltender”, sagte Wolfgang Spreen. Die Beschäftigten müssten sich erst einmal bewähren, das sei aber auch eine Chance, sich zu präsentieren.

Der Landrat plädiert auch weiter für die Lösung der Optionskommunen. Hierbei sind Städte oder Landkreis ausschließlich alleine für die Empfänger des Arbeitlosengeldes II. zuständig. Das System "ist das bessere”, sagte Spreen, man sei flexibler und könne ortsnah reagieren.