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Kleve: Hüttens Ballett verzaubert Klever

Kleve : Hüttens Ballett verzaubert Klever

In der Stadthalle haben 147 Schützlinge des Choreographen und Ballettlehrers nach wochenlangen Proben "Cinderella" aufgeführt. Auch die Kostüme und das Bühnenbild entstanden in Eigenregie. Das Publikum war begeistert.

Kaum eine Spur von Nervosität war Daniel Hütten bis kurz vor Beginn der Premierenvorstellung seines Stückes Cinderella anzumerken, vielleicht lag es daran, dass er als Profitänzer selber des Häufigeren genau in dieser Situation steckte - kurz bevor der Vorhang aufgeht. Nur dieses Mal war es insofern anders, als dass er nun als hauptverantwortlicher Choreograph und Ballettlehrer hinter der Bühne stand, um seinen 147 Schützlingen die Daumen zu drücken, nachdem er mit ihnen gut ein Jahr auf diesen Termin hingearbeitet hatte. Die ganze Mühe und Arbeit zahlte sich auch aus, denn seine Schützlinge beschertem ihm und vor allem den Zuschauern einen wunderschönen Ballettabend.

Angefangen bei den Eleven- und Elevinnen bis hin zu den Solodarstellerinnen und -darstellern, fehlte es dem Herzen eines Ballettfreundes an diesem Abend an überhaupt nichts.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung der erst zehnjährigen Anna Overbeek, die die Hauptrolle der Cinderella sehr souverän verkörperte und bezaubernd tanzte. Ebenfalls beachtenswert war die Darbietung ihres Tanzpartners Barend Kaenders, der die Rolle des Prinzen spielte, vor allem aber unter dem Aspekt, dass der Dreizehnjährige erst seit einem Jahr Ballettunterricht hat. Die Hebungen, die er mit Anna Overbeek vorführte gehörten mit zu den Highlights des Abends. Besonderes tänzerisches und vor allem schauspielerisches Können bewiesen Maya Duda, Mirjam Fischer und Michaela Schlieper, die die Rollen der Stiefschwestern und der Stiefmutter spielten. Nicht minder brillierte Britta Hübbers in der Hauptrolle der guten Fee und auch die anderen Solodarstellerinnen (Eva Langenberg, Lizzy Kersten, Marie Puff, Charlotte Souvignier) und Darsteller (Armin Alders, Julian Litjens) machten den Zuschauern beim Betrachten ihrer Tanzdarbietungen eine Menge Freude genauso wie die kleinsten Tänzerinnen und Tänzer.

Am Ende gab es von allen Zuschauern begeisterten Applaus, und Daniel Hütten war die Freude über den Erfolg des Stückes sichtbar anzusehen. "Mir war es vor allem für alle Beteiligten sehr wichtig, dass das Ganze besonders schön wird, da alle Mitwirkenden soviel Arbeit und Liebe in die Sache hinein gesteckt haben. Angefangen bei Heidi Duda, die die wunderschönen Kostüme geschneidert hatte, zu Wolf-Bernd Schuster, der das phantastische Bühnenbild gebaut hatte, zu meinem Bruder Markus Hütten, der wieder die technische Leitung inne hatte. Ebenso wie Ruth Nass, die die Choreographie der Stücke Libellentanz, der Winter und Begrüßungstanz kleine Ballgäste übernommen hatte. Aber auch alle Eltern die hinter der Bühne mitgeholfen haben, die Kinder zu schminken und auf sie aufzupassen, so dass alles reibungslos ablaufen konnte, ohne all diese Helfer, wäre das Ganze nicht möglich gewesen", äußerte sich Daniel Hütten, nun sichtlich erleichtert und mit einem Strahlen im Gesicht.

Seine Begeisterung wurde nicht minder von den Zuschauern der fast ausverkauften Stadthalle geteilt, die zum Ende der Premierenvorstellung sogar Standing Ovations in der Klever Stadthalle gaben. Zu diesem Zeitpunkt wusste Daniel Hütten aber noch nicht, dass die zweite Vorstellung am Sonntag genauso ein Erfolg wird und wiederum die Zuschauer mit ihren Ballettdarbietungen verzauberte.

(RP)