HSRW in Kleve: Schülerparlament als Teil des EU-Projekt Nucleus

EU-Projekt Nucleus der Hochschule Rhein-Waal : Schülerparlament Niederrhein tagt im Klever Rathaus

30 Schüler von sechs Schulen aus dem Kreis Kleve im Rahmen des EU-Projekts Nucleus über die Zukunft der Region.

Mit einem Wald von grünen Karten verabschiedete das „Schülerparlament Niederrhein“ einstimmig die Resolution für eine zukunftsträchtige „Mobilität“. Die Parlamentarier wollen verstärkt auf alternative Antriebe setzen, es soll mehr Güterverkehr auf die Schiene gebracht und das Schienennetz ausgebaut sowie der öffentliche Personennahverkehr verbessert werden. Es geht schließlich um die  Zukunft der Region, um die Zukunft der Umwelt. Das Parlament debattierte zuvor diszipliniert, Argumente wurden ausgetauscht. Die Parlamentarier hatten sich sorgfältig vorbereitet, sich in Materie und Details vertieft, bevor sie als Vorlage für die parlamentarische Debatte aufgeschrieben wurde.

Das „Schülerparlament Niederrhein“, tagte von Freitag, 1. Februar, bis Sonntag, 3. Februar, in Kleve als Teil des europäischen Projektes Nucleus, das federführend durch die Hochschule Rhein-Waal koordiniert wird. 30 Schüler von sechs Schulen aus dem Kreis Kleve nahmen daran teil.  Aus Kleve waren das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und das Berufskolleg dabei, aus Geldern das Lise-Meitner-Gymnasium, aus Emmerich das Willibrord-Gymnasium und die Gesamtschule und schließlich aus Straelen das städtische Gymnasium.

Sophia Arntz trägt die Resolution zur Mobilität vor. Foto: Matthias Grass

„Es wird immer bedeutsamer für Städte und Regionen, die junge Bevölkerung aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft zu beteiligen und sie in lokale Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Gleichzeitig gilt es, das Wissen an einem Standort zu mobilisieren und Hochschulen ebenso wie wissenschaftliche Einrichtungen in die Entwicklung von Stadt und Region einzubinden“, sagt Annette Klinkert, die das Nucleus-Projekt zusammen mit Prof. Alexander Gerber betreut. Die Schülergruppen arbeiteten vor der parlamentarischen Debatte zwei Tage in der Hochschule Rhein-Waal und wurden von den Professoren Irmgard Buder, Andy Stamm und Kai Tiedemann inhaltlich beraten. Begrüßt wurden sie im Ratssaal der Stadt von Bürgermeisterin Sonja Northing, auch HSRW-Vizepräsident Prof. Jens Gebauer besuchte das Plenum ebenso, wie Vertreternnen des Klever Rates.

Im Parlament diskutierten die Schüler leidenschaftlich unter der Moderation von Pia Schulte von den Jungen Europäischen Förderalisten NRW (JEF NRW). Sophia Arntz (Willibrod Gymansium) trug die Resolution vor. Vor der Abstimmung appelllierte Clemens Laing (Stein-Gymnasium) nochmals an die Adresse des Plenums, diesen „guten Kompromiss“ anzunehmen.  „Es geht schließlich um unsere Umwelt“, sagt er.  Die vielen grünen Karten für die Gesamtresolution sollten ihm Recht geben.

Anschließend wurden die Resolutionen „Intelligente Netze“ und „Trassenbau“ ebenfalls diskutiert.  Am späten Nachmittag gab’s dann nach dem Schluss der Debatte für jeden Teilnehmer eine Urkunde.