Kreis Kleve: HRW: wichtig für Wirtschaft

Kreis Kleve : HRW: wichtig für Wirtschaft

Das Präsidium des nordrhein-westfälischen Landtags diskutierte am Montag am Klever Standort mit Hochschulpräsidentin Marie-Louise Klotz, Landrat Spreen und Studenten der Hochschule Rhein-Waal (HRW).

An der Hochschule Rhein-Waal wird nicht nur gelehrt, sondern auch geforscht: Das erfuhr das Präsidium des Landtags NRW beim Besuch in der Hochschule. Der Präsident des Landtages und seine Vizepräsidenten diskutierten gestern mit Hochschulpräsidentin Marie-Louise Klotz, Landrat Wolfgang Spreen, Bürgermeister Theo Brauer sowie Vertretern der hiesigen Wirtschaft und Studenten.

Die Professoren konnten auch Drittmittel gewinnen. So forscht Prof. Dr. Georg Bastian über Abwärme und Abgaswärmenutzung. Für beide Vorhaben gibt es Mittel von 252 000 und 193 000 Euro. Für ein von der EU gefördertes Projekt fließen sogar 1,3 Millionen Euro, davon 110 000 Euro für die Hochschule. Ein Gemeinschaftsprojekt der Professoren Becker, Wichern, Bastian und Zimmer über ein Wasseranalysesystem bringt es auf 390 000 Euro. Das sind nur einige Beispiele aus einer langen Liste.

Wichtig für die Wirtschaft

Dr. Reiner Schramm, Geschäftsführer Fluxana, und Manfred A. Bergsch, Geschäftsführer von Spectro, beide Unternehmen sind vom Raum Kleve aus international tätig, unterstrichen, wie wichtig die Hochschule für die hiesige Wirtschaft ist.

Zuvor hatte Prof. Klotz den Gästen aus dem Landtag die Hochschule vorgestellt und Landrat Wolfgang Spreen erläutert, in welch rasantem Tempo der Kreis Kleve den Bau des Campus Kleve forciert. Kleves Bürgermeister Theo Brauer brachte das alles auf den Punkt: "Ich kenne keinen in Kleve, der nicht hinter der Hochschule steht. Der Name Hochschule Rhein-Waal holt jeden Klever sofort aus der tiefsten Depression."

Das konnte Javed Hasan als Student, der aus Bangladesh nach Kleve gekommen ist, bestätigen. Die Aufnahme sei herzlich, man verstehe sogar fast überall Englisch. Denn das mit der deutschen Sprache sei noch ein Problem. Ein anderes Problem aus Sicht der Studenten: Das Studentenleben muss sich noch entwickeln.

"Die Hochschule gibt es — passt Euch an", rief Simon Schott vom Fachschaftsrat den Klevern zu. Im Gegensatz zur Kneipenszene, die sich noch entwickeln wird (im August 2012 soll der an die City grenzende Campus an die Hochschule übergeben werden), schnitten die Studenten das Problem schlechthin an: der Öffentliche Personennahverkehr.

Gerade auch für Studenten, die derzeit in Emmerich studieren, ist die Taktung der Busse nicht zufriedenstellend. Wer abends nach Nimwegen wolle, müsse schon früh wieder zurück. Entweder früh am Abend oder früh am Morgen — weil zwischendurch kein Bus mehr fährt. Er nehme die Begeisterung aller Beteiligten an der Hochschule Rhein-Waal wahr, sagte Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg. Seine Vizepräsidentin Gödecke mahnte allerdings in Richtung Stadt, darauf zu achten, dass sich studentisches Leben tatsächlich entwickeln könne.

(RP/rl/jul)
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