Kreis Kleve: HRW: Bauzaun für Maler und Sprayer

Kreis Kleve : HRW: Bauzaun für Maler und Sprayer

Wenn in der ersten Januar-Woche der zwei Kilometer lange Bauzaun um die Hochschule errichtet ist, kann er von großen und kleinen Künstlern, Sprayern, Gruppen oder Klassen bemalt werden.

Zwei Kilometer Bauzaun wird der Kreis Kleve am ersten Arbeitstag des neuen Jahres rund um die Baustelle der Hochschule Rhein-Waal (HRW) aufstellen. Das sind 4\x0e400 Quadratmeter freie Fläche. Ein Eldorado für Sprayer, für Gestalter, für Kinder ­ für Künstler. "Wir haben den Bauzaun in Abschnitte eingeteilt. 66 dieser Abschnitten sind von Straßen oder Plätzen aus erreichbar, die anderen führen am Wasser entlang oder durch bebautes Gebiet”, sagt Gerhard Koenen, Geschäftsführer der Kreis Klever Bauverwaltungs GmbH (KKB), die den Bau der 20 HRW-Gebäude auf dem Campus betreut.

Einige der Flächen liegen zum Klever Kirmesplatz hin ­ sind also das ganze Jahr über für alle Klever Besucher weithin sichtbar. Eine lange Strecke führt entlang des Sommerdeichs zum Radhaus. Auch das Abschnitte, die bemalt werden wollen. "Wir möchten die einzelnen Flächen an Gruppen, Schulklassen, Kindergärten oder auch einzelne Sprayer vergeben”, sagt Koenen. Das könnte durchaus auch Projekt eines Jugendheimes, der Jugendarbeit sein. Was dort gemalt wird, liegt dann auch im Ermessen der einzelnen Maler. Aber: Der Kreis will schon darauf achten, dass dort keine rechten oder sexistischen Parolen erscheinen. Alles andere ist frei. "Indem wir die Flächen vergeben, hoffen wir, Parolen und Schmierereien von vornherein vermeiden zu können”, sagt Koenen.

Alle Städte und Gemeinden

Die Hochschule ist eine Kreis-Hochschule ­ und alle 16 Städte und Gemeinden haben ihr Scherflein dazu beigetragen, dass Landrat Spreen und sein Team um Zandra Boxnick und Wilfried Suerick holen konnten. "Deshalb fänden wir es schön, wenn auch alle 16 Städte und Gemeinden sich auf diesem Zaun wiederfinden”, sagt Koenen. Das wäre ja garantiert, wenn auch allen Gemeinden eine Gruppe oder ein Künstler sich melden würde.

Bei der Vergabe der einzelnen Felder geht man nach dem Prinzip vor: Wer zuerst kommt, ma(h)lt zuerst. "Wer sich als erster meldet, hat die freie Auswahl, darf sich die schönsten Flächen aussuchen”, sagt Koenen. Farben, Spray-Dosen oder die Anfahrt müssen die Gruppen, die sich melden, allerdings selbst organisieren. Andere Kosten entstehen nicht. "Es wäre schön, wenn die Materialien zwei Jahre halten ­ danach wird der Zaun abgerissen”, so der KKB-Geschäftsführer.

Die 66 Flächen sind jede für sich zehn Meter lang und 2,2 Meter hoch. Insgesamt sind das 1452 Quadratmeter, die bemalt werden können. In jeweils 22 Quadratmeter großen Abschnitten, die auf viele, viele kleine und große Künstler warten, deren Arbeit dort zwei Jahre zu bewundern sind und die dort einzeln oder als Gruppe ihr Können beweisen oder von ihrer Schule künden können.

(RP)
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