Diskussion um Bettensteuer „Ich frage mich, ob sich die Stadt Kalkar da nicht ins eigene Knie schießt“

Kalkar · Die Kalkarer Politik denkt auf Anregung der Verwaltung über eine Tourismusabgabe nach. 1,50 Euro pro Nacht und Person wären nicht viel, könnte man meinen. Aber Branchenvertreter sehen das anders.

Hotelier Michael Große Holtforth vom Landhaus Beckmann in Kehrum in einem der Zimmer seines Vier-Sterne-Hotels.

Hotelier Michael Große Holtforth vom Landhaus Beckmann in Kehrum in einem der Zimmer seines Vier-Sterne-Hotels.

Foto: Anja Settnik

Es gibt sie in Berlin und am Königssee, auf Sylt und in Bad Kissingen. Zugegeben: auch in Kleve. Im Großen und Ganzen aber wird eine Bettensteuer in Städten und Gemeinden erhoben, in denen der Fremdenverkehr eine herausragende Rolle spielt. Dort zahlen die Gäste für die Attraktionen, deretwegen sie kommen, eben gerne ein wenig mehr. Ob sich Kalkar das leisten kann, fragt sich ein Hotelier, der verstimmt ist über das Vorhaben der Stadt, eine Tourismus- und Kulturförderabgabe einzuführen. „Das setzt ein falsches Zeichen und benachteiligt uns gegenüber Mitbewerbern in Nachbarkommunen“, sagt Michael Große Holtforth. Der Inhaber und Betreiber des Landhaus Beckmann, eines alteingesessenen Hotel- und Restaurantbetriebs im Ortsteil Kehrum, hofft, dass die Politik noch einmal gut überlegt, ob sie es der Branche noch schwerer machen möchte. Denn die hat mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen.