Kranenburg: Hotelbetrieb läuft trotz Insolvenzverfahren weiter

Kranenburg : Hotelbetrieb läuft trotz Insolvenzverfahren weiter

Für die "Studio Q Zur Kranengasse Appartement Hotel GmbH" hat Geschäftsführerin Gabriele Sauerland beim Klever Amtsgericht den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Das Hotel im Herzen der Gemeinde Kranenburg war im Juni 2009 eröffnet worden. Nach Angaben von Gabriele Sauerland war der Schritt notwendig, da es Probleme mit einem Geldinstitut hinsichtlich der Finanzierung gegeben habe. Zu dem Vorgang wollte die Architektin sich derzeit nicht weiter äußern.

Was die Geschäftsführerin jedoch sagte, war, dass der Hotelbetrieb weitergeführt werde. "Das Hotel steht gut da, wir haben zufriedenstellende Buchungszahlen, die sich gegenüber dem vergangenen Jahr um etwa 25 Prozent gesteigert haben. Auch die Bewertungen, die wir für unser Haus bekommen, können sich sehen lassen", sagt Sauerland. Grund für den Schritt, das Insolvenzverfahren zu beantragen, sei einzig das Problem mit dem Geldinstitut gewesen. "Mir blieb da keine andere Lösung. Ich bin keineswegs betrübt, da das Hotel sich bisher gut entwickelt hat", sagt Gabriele Sauerland. Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Mark Steh von der Kanzlei Hammes aus Duisburg.

Das Hotel "Zur Kranengasse" wurde an dem Ort gebaut, wo einst die traditionsreiche Grenzlandhalle stand, die nicht wenige Kranenburger einen Teil ihres Lebens begleitet hatte. Vor dem Umbau jedoch marschierten Mythen und Historisches im Gleichschritt mit dem Verfall der Halle. Der Eingriff im Herzen der Gemeinde wurde 2009 beendet und gilt als geglückt. Mittlerweile besitzt das Haus 13 Zimmer mit insgesamt 26 Betten. Gabriele Sauerland beschäftigt derzeit vier Mitarbeiterinnen in dem Hotel.

(RP/rl)
Mehr von RP ONLINE