Kreis Kleve Hospiz: Der Trauer mit Bildern begegnen

Kreis Kleve · St.-Antonius-Hospital Kleve startet Fotografie-Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene.

Das Hospiz am St.-Antonius-Hospital wendet sich mit einem Fotografie-Projekt an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 25 Jahren, die einen nahen Angehörigen durch Tod verloren haben. An einem Wochenende haben Teilnehmer die Möglichkeit, Trauer und Veränderungen mit kreativen Mitteln in der Fotografie auszudrücken. Ein Fotograf und eine Visagistin begleiten das Projekt und die Teilnehmer.

"Junge Menschen kommen in der Trauerarbeit oft zu kurz", weiß Hospiz-Leiterin Maria Reinders. "Und sie trauern anders." Das Fotografie-Projekt, eine Premiere für das Hospiz am St.-Antonius-Hospital, soll neben kreativem Ausdruck vor allem den Austausch zwischen den zehn bis zwölf Teilnehmern ermöglichen. "Man muss sich trauen zu trauern", sagt Hospiz-Koordinatorin Dorothee Beutler, die das Projekt betreut. "Wenn Menschen ähnliche Erfahrungen gemacht haben, öffnet man sich mitunter leichter."

Das Projekt findet statt im Kinder- und Familienzentrum Schneppenbaum. Als Termine stehen die Wochenenden 25./26. Mai oder 2./3. Juni zur Auswahl - jeweils freitags von 18 bis 21 Uhr und samstags von 9.30 bis 17 Uhr.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldeschluss ist der 28. Februar. Das Projekt wird finanziert vom Förderverein Hospiz am St. Antonius-Hospital und dem Verein Herzenswunsch Niederrhein. Informationen und Anmeldungen beim Hospiz am St.-Antonius-Hospital: 02821 4901113 (8 bis 12 Uhr).

Hintergrund: Das Hospiz am St.-Antonius-Hospital besteht seit Anfang 2004 und ist eine Einrichtung der katholischen Karl-Leisner-Stiftung. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten unentgeltlich. Sie nehmen sich Zeit - für Gespräche, Zuhören, Vorlesen, Beten, Schweigen. Damit wollen sie Schwerstkranken und deren Familien den Rücken stärken und ein Sterben in einer vertrauten Umgebung ermöglichen. Die Hospizkoordinatoren regeln das Zusammenwirken aller Beteiligten, sind rund um die Uhr erreichbar und bilden mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein enges Netz.

(RP)
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