Kleve: Hörzeitung für Blinde und Sehbehinderte

Kleve: Hörzeitung für Blinde und Sehbehinderte

Wer die Rheinische Post nicht lesen kann, lässt sie sich am Telefon vorlesen. Ein spezielles Abonnement macht das möglich - und liefert alle Artikel aus Lokal- und Mantelteil der Zeitung.

Zeitung muss sein, und zwar täglich - auch wenn Jutta Kraft ihre Rheinische Post nicht lesen kann. Die 69-Jährige ist blind. Auf die Informationen aus der Zeitung muss sie dennoch nicht verzichten. Sie lässt sich die Artikel jeden Tag am Telefon vorlesen. Die RP-Hörzeitung macht's möglich. Eine Rufnummer wählen - und schon sind Blinde und Menschen mit Sehbehinderungen mit der Hör-Version der Rheinischen Post verbunden. "Das ist eine tolle Sache, die ich nicht mehr missen möchte", sagt Jutta Kraft. Und so funktioniert die Hörzeitung:

Auswahl Bei der Anmeldung für dieses Angebot müssen die Nutzer angeben, welche Lokalausgabe der Hörzeitung sie beziehen wollen. Sie können dabei aus allen Lokalausgaben der Rheinischen Post, der Bergischen Morgenpost und der Neuß-Grevenbroicher Zeitung eine auswählen. Die Solinger Morgenpost gibt es ebenfalls als Hörzeitung. Zum Angebot gehört jeweils auch der Mantelteil der Rheinischen Post mit Nachrichten und Geschichten aus Deutschland und der ganzen Welt.

Zugang Bei der Anmeldung zum Angebot müssen Nutzer ihre Telefonnummer angeben. Diese wird hinterlegt, und nur von dieser Nummer kann die Hörzeitung später abgerufen werden. Ist ein Nutzer registriert, erhält er eine Festnetztelefonnummer, unter der er die ausgewählte Lokalausgabe abrufen kann. Damit er als registrierter Nutzer erkannt wird, muss er dabei immer seine eigene Telefonnummer angeben. Die tagesaktuelle Lokalausgabe kann am Tag ihres Erscheinens morgens ab 6 Uhr beliebig oft angerufen werden. Auch einige Tage ältere Ausgaben sind weiterhin verfügbar.

Bedienung Rubriken und einzelne Artikel werden über die Telefontastatur ausgewählt. "Das ist einfach erlernbar und funktioniert einwandfrei", urteilt Horst Schulz. Der Vize-Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins für Mönchengladbach und Viersen hat das Hörzeitungs-Angebot getestet und empfiehlt es jedem weiter, "der an aktuellem Geschehen interessiert ist und an Artikeln, die in die Tiefe gehen". Verfügt das Telefon über eine Lautsprecher-Funktion, können Nutzer sich die Zeitung auch darüber anhören.

  • Lassen Sie sich Ihre Lokalausgabe vorlesen : Rheinische Post HörZeitung

Anrufkosten Haben Nutzer eine Telefon-Flatrate, kostet der Anruf der Hörzeitungs-Nummer nichts extra. Ohne Flatrate gilt der übliche Ortstarif. Es entstehen keine Kosten für eine Sonderrufnummer.

Informationen Nähere Infos gibt es unter der Rufnummer 0800 3232333 (kostenfrei) und im Internet unter www.rp-online.de/hoerzeitung.

Abokosten Unter Telefon 0800 3232333 können Interessenten die Hörzeitung bestellen und zwei Wochen kostenlos und unverbindlich testen - die Probe endet automatisch. Die Hörzeitung im Abonnement kostet 20,90 Euro/Monat inklusive Mehrwertsteuer. Zusätzlich zur gedruckten Ausgabe kostet die Hörzeitung 5,50 Euro/Monat inklusive Mehrwertsteuer.

Bevor Jutta Kraft die RP-Hörzeitung entdeckte, konnte sie sich längere Zeit nur über Radio und Fernsehen informieren. Ihr Fazit: "Seit ich die Hörzeitung nutze, merke ich, wie viele Informationen gerade aus dem Regionalen mir bis dahin entgangen sind."

(RP)
Mehr von RP ONLINE