Kreis Kleve: Hochschulstadt Kleve als Magnet

Kreis Kleve : Hochschulstadt Kleve als Magnet

Für den Satz des Abends stand wohl Lei Heldens, der Vorsitzende des Business-Clubs Maas-Rhein. "Die Früchte der Zusammenarbeit zwischen niederländischen und deutschen Unternehmen lassen sich insbesondere hier im Umfeld des Kreises Kleve sehr deutlich erkennen", sagte Heldens im Hörsaal-Zentrum der Hochschule Rhein-Waal. Vor 100 Unternehmern stellte er vor allem die stetig steigende Anziehungskraft der "Hochschulstadt Kleve" heraus und nannte sie mit dem Airport Weeze als Motor. Heldens sieht in dem gelungenen Campus ein "beeindruckendes Erfolgsmodell". Verwunderlich sei, dass von den 4000 Studierenden lediglich elf einen niederländischen Pass in der Tasche tragen. "Wir müssen bei uns deutlicher herausstellen, dass auf deutscher Seite keine Studiengebühren zu zahlen sind. Das ist ein wichtiges Motiv", betonte der Vorsitzende.

Fast vier Stunden tauschten sich die Interessierten über die Vorzüge und Nachteile der Grenzregion aus. Getragen war die Veranstaltung vom Business Club Maas-Rhein, vom Förderverein der Hochschule Rhein-Waal – Campus Cleve, vertreten durch den Vorsitzenden Peter Wack, und der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve. Letztere hatte die Erfolge des regionalen Mittelstandes in der Vergangenheit auch durch die deutlich gewachsene Exportquote im Kreisgebiet von einst 26,4 Prozent auf 45,8 Prozent unterstrichen. Wie Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers mitteilte, sind 500 der 630 internationalen Handelsregister-Unternehmen im Kreis Kleve niederländischer Herkunft. Besonderen Applaus erntete die Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, Prof. Dr. Marie-Louise Klotz. Sie stellte das Werden der Hochschule vor, die nahezu 4000 Studierenden, die baldige Fertigstellung auch des Standortes Kamp-Lintfort und freute sich auf 300 junge Absolventen, die in wenigen Wochen mit ihrem frischen Bachelor-Zeugnis auf den heimischen Arbeitsmarkt drängen.

Ein praktisches Beispiel für die Nähe von Hochschule und heimischer Wirtschaft lieferte Prof. Dr. Matthias Kleinke. Zusammen mit Studierenden präsentierte er die Inhalte eines Forschungsprojektes, die im Herbst zur Auszeichnung der Firma Pfeifer & Langen aus Kalkar-Appeldorn mit dem Hochschulpreis der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve geführt hatten. Jürgen Pintzke und Tim Wischmann von Pfeifer & Langen motivierten die Runde dazu, sich ohne Zurückhaltung die Vorzüge dieser Hochschule im Forschungsbereich zu sichern. Karsta Dietert, Rechtsanwältin bei Ziegler, Peters & Partner und Vorstandsmitglied im Business-Club Maas-Rhein, hatte auch für die Fortsetzung des Austausches im Rilano-Hotel Cleve City Sorge getragen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE