Hochschule Rhein-Waal Oliver Locker-Grütjen einstimmig neuer Präsident

Hochschule Rhein-Waal : Oliver Locker-Grütjen neuer HSRW-Präsident

Einstimmig wurde der Leiter des Science Support Centres der Universität Duisburg-Essen an die Spitze der Hochschule Rhein-Waal gewählt.

Langer Applaus brandete auf, als Prof. Alois Krieg das einstimmige Wahlergebnis verkündete: Oliver Locker-Grütjen ist der neue Präsident der Hochschule Rhein-Waal (HSRW). Der Duisburger konnte alle Stimmen des Hochschulrates und bis auf eine Enthaltung auch die Stimmen des Senats hinter sich vereinen. Ein klares Votum für einen Neuanfang an der jungen Hochschule, nachdem die Vorgängerin des künftigen Präsidenten, Heide Naderer, ihren Rücktritt erklärt hatte und abgewählt worden war. Die Vakanz an der Spitze der Hochschule ist damit beendet. Krieg bedankte sich als Vorsitzender des Hochschulrates für das eindeutige Votum, nachdem man durch schwierige Zeiten gegangen sei. „Dies ist ein tolles Zeichen für die Hochschule Rhein-Waal“.

Locker-Grütjen wird am 1. Juni das Amt antreten. Seine Amtszeit dauert zunächst sechs Jahre. Er bedankte sich für das fair verlaufene, spannende und offene Verfahren seitens der Findungskommission, des Hochschulrates und des Senates, nicht zuletzt bedankte er sich bei Alois Krieg. Die Hochschule habe den richtigen Weg gewählt und eine Personalagentur eingeschaltet, so der künftige HSRW-Präsident. „Ich freue mich sehr auf die vor mir liegende Zeit, ich freue mich sehr auf die vor uns liegende Zeit, die wichtig für die Hochschule Rhein-Wal sein wird“, sagt er.

Locker-Grütjen wurde 1971 in Duisburg-Rumeln geboren, hat 1999 geheiratet und ist Vater von drei Kindern. „Meine Hobbys sind Kochen, Sport und Musik“, listete Locker-Grütjen in genau dieser Reihenfolge auf. Es könne also sein, dass er auch einmal an den Flügel in den Audimax gehe, um zur Muße zu kommen. 1990 machte er am Albert-Einstein-Gymnasium Duisburg Abitur, begann eine Lehre bei der Deutschen Bank, studierte zunächst Geographie und Biologie auf Lehramt  und ab 1995 Ökologie. „Sie sehen, ich liebe die Interdisziplinarität“, scherzte er bei seiner Vorstellung. 2012 machte er seine Doktorarbeit zum Thema „Rahmenbedingungen für Forschung an deutschen Universitäten: Wissenschaft in Ketten oder entfesselte Hochschule?“ Und es ist letztlich die Verbindung von Verwaltung und Wissenschaft, die Unterstützung der Wissenschaft bei der Suche nach Mitteln für die Forschung,  die sich der künftige Präsident auf die Fahnen geschrieben hat. Zuletzt war er Direktor des Science Support Centre der Universität Duisburg-Essen, das Wissenschaftler bei der Planung und Durchführung der Forschungsaktivitäten unterstützt. Denn die „Wissenschaftler sollen sich auf die Kernaufgabe, die Forschung, konzentrieren können“, sagt er. Zeitweise war der heute 48-Jährige stellvertretender Prorektor der Universität Duisburg-Essen für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Wissenstransfer, fungierte als Gutachter für Fachhochschulen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, um nur einige Stationen seiner akademischen Laufbahn zu nennen.

Für die Hochschule Rhein-Waal wünscht er sich ein Präsidiums-Team, das bald geformt werden soll. Was die Verteilung auf zwei Standorte angehe, kenne er sich aus: „Duisburg und Essen liegen zwar etwas näher zusammen, aber bei Stau auf der A40 braucht man deutlich länger als von Kleve nach Kamp-Lintfort“, sagt er. Ihm sei die Zusammenarbeit von Verwaltung und Wissenschaft ein hohes Gut, so wolle er die anwendungsorientierte Forschung, bei der die Hochschule Rhein-Waal enorme Erfolge aufweisen könne, unterstützen und ausbauen, sowie die euregionale Zusammenarbeit fördern.

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