Hochschule Rhein-Waal: Heide Naderer will kommissarisch Präsidentin bleiben

Hochschule Rhein-Waal: Naderer will kommissarisch Präsidentin bleiben

Das geht aus einer Mitteilung hochrangiger Hochschulvertreter hervor. Probleme mit Naderer bei „gesamter Führungsebene“.

Heide Naderer bekleidet nicht länger das Amt der Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal. Sagte Heide Naderer selbst in einer Mitteilung, die sie vor einer Woche an ausgewählte Medien verschickte. Den zeitlichen Rahmen für ihren Rücktritt gab sie damals selbst: „ab sofort“.

Anscheinend war das aber gar nicht so wörtlich gemeint, wie zunächst gedacht. Das geht zumindest aus einer Mitteilung hervor, die die Führungsebene der Hochschule am Dienstag an Studierende und Mitarbeiter geschickt hat. Darin heißt es: „Sie sind am letzten Dienstag darüber informiert worden, dass Frau Dr. Naderer mit sofortiger Wirkung vom Amt der Präsidentin der Hochschule zurückgetreten ist. Aufgrund dieser Information sind sicher viele von Ihnen davon ausgegangen, dass ihr Dienstverhältnis mit der Hochschule beendet ist. Ihr Anwalt hat uns jedoch am Donnerstag informiert, dass sie weiterhin als kommissarische Präsidentin der Hochschule arbeiten wolle.“

Der Stand der Dinge demnach: Nachdem sie ihren Rücktritt angeboten hatte und davon wieder zurückgetreten war, um dann tatsächlich zurückzutreten, möchte Naderer nun kommissarisch Präsidentin bleiben.

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„Insgesamt ist offenkundig geworden, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Frau Dr. Naderer und den Entscheidungsgremien der Hochschule nachhaltig gestört ist“, heißt es in der Mitteilung. Außerdem wehrt man sich gegen den Vorwurf, einzig eine kleine Gruppe anonymer Gegner sei von dem Zerwürfnis betroffen. „Weder das verbleibende Präsidium noch die Dekane noch die Dezernentenrunde noch die Personalräte noch der Hochschulrat sehen eine Basis für eine weitere Zusammenarbeit“, heißt es. „Demnach geht es hier nicht um ein paar anonyme Personen in der Hochschule, sondern um die gesamte Führungsebene.“ Auf Details wolle man verzichten und verweist auf ein laufendes Verfahren. Noch im September soll es wegen der Entwicklungen eine neue Hochschulwahlversammlung geben.

Unterschrieben ist die Mitteilung von 21 Personen aus der Führungsriege der Hochschule, darunter der Vorsitzende des Hochschulrats, Aloys Krieg, Georg Hauck aus dem Präsidium, der die Hochschule eigentlich kommissarisch leiten sollte, und der Vorsitzende des Senats, Achim Kehrein.

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