Kreis Kleve: Hochschule - neue Kooperationsideen

Kreis Kleve : Hochschule - neue Kooperationsideen

Zusammen mit dem Technologie-Zentrum Kleve und der Wirtschaftsförderung der Stadt Kleve hat die Hochschule Rhein-Waal (HRW) Unternehmen der Region über die Zusammenarbeit mit der HRW am Standort Kleve befragt.

Eine Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein-Waal (HRW) können sich 101 Unternehmen aus Kleve und den Städten der Region grundsätzlich vorstellen — das ergab eine Umfrage, die das Technologie-Zentrum Kleve, die Wirtschaftsförderung der Stadt Kleve und die HRW gemacht haben.

Eine genaue Idee, wie eine Kooperation mit der Hochschule am Standort Kleve aussehen könnte, hatten die meisten Unternehmer jedoch nicht. "33 der Unternehmen machten bei unserer Umfrage keine Angaben über die Art der möglichen Kooperation. 46 gaben einen Informationsbedarf über die Möglichkeiten an", sagte Karla Kaminski. Sie ist die Innovationsmanagerin der Hochschule und hat an der Umfrage maßgeblich mitgewirkt. Rund die Hälfte der an einer Kooperation Interessierten hatten bisher noch keinen Kontakt zur HRW. Einige können sich die Zusammenarbeit zwar grundsätzlich, aber nicht aktuell vorstellen.

Insgesamt waren 800 Firmen mit mindestens fünf Mitarbeitern vom Technologie-Zentrum angeschrieben worden. "Mit 126 Antworten haben wir eine überraschend gute Rücklaufquote", sagt Wilfried Röth, der Beiratsvorsitzende des Technologie-Zentrums. Das gab den Anstoß zu der Umfrage, weil man sich innovative Geschäftsideen von neuen Kooperationen zwischen Firmen und Studenten erhofft. Dass so ein großer Kooperationsbedarf besteht — nur drei der Befragten schlossen eine Zusammenarbeit mit der Hochschule generell aus — freute sowohl Röth als auch Joachim Rasch, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung der Stadt Kleve. Die meisten Anfragen für eine Zusammenarbeit gebe es in den Bereichen Technologie und Marketing.

"Es gibt für Unternehmen vielfältige Chancen, mit uns zusammenzuarbeiten — vom einfachen Studentenprojekt bis zum großen Forschungsprojekt mit externer Förderung", sagte Gerhard Heusipp, Leiter des Zentrums für Forschung, Innovation und Transfer der Hochschule. Auch das Akquirieren von Praktikumsplätzen für die Studenten sei ein Anliegen der HRW. Durch die Umfrage hätten sich bereits drei Projekte ergeben, zudem gebe es zahlreiche Anfragen, bei denen jetzt über die Art der Umsetzung geredet werden müsse. "Es gibt Unternehmer mit sehr diffusen Anfragen, andere haben sehr konkrete Vorstellungen", sagt Kaminski. Ein Befragter braucht zum Beispiel eine App und hat gefragt, ob das nicht ein Projekt für einen Studenten wäre oder ob ihn die Hochschule dabei unterstützen könne", so Kaminski weiter.

Generell seien viele Unternehmer aus der Region froh, dass es an der Hochschule das nötige Fachwissen für technische Probleme gebe, sagte Heusipp. So seien auch Software-Lösungen oft gefragt. "Die gibt es bei uns — aber auch nur zu den handelsüblichen Preisen", so Heusipp. Das müsse den Unternehmen bewusst sein. Günstiger für die Firmen könnten solche Forschungsaufträge werden, wenn sie die Voraussetzungen für Innovationsgutscheine aus Landes- oder Bundesprogrammen erfüllen.

Über all solche Möglichkeiten hat das Zentrum für Forschung, Innovation und Transfer die befragten Unternehmer informiert — vor allem die 46, die einen Informationsbedarf auf dem einseitigen Fragebogen angegeben hatten.

"Für uns ist es wichtig, dass die Wirtschaftsunternehmen wissen, dass für ihre Ideen ein Ansprechpartner an der Hochschule zur Verfügung steht, der für jeden Bedarf eine Lösung findet", sagte Rasch. Und Kaminski betonte, dass jede Anfrage individuell behandelt werde. "Manchmal können wir bei einem Projekt vielleicht nur die Vorarbeit oder einen Teilbereich übernehmen, aber wir versuchen immer, Kooperationen möglich zu machen", sagte die Innovationsmanagerin.

Bereits bestehende Kooperationen, wie mit der Fluxana GmbH, hätten gezeigt, dass die innovative Zusammenarbeit mit den Studenten erfolgreich ist. "Deshalb wird auch hier über eine Fortsetzung der Kooperation gesprochen", sagte Heusipp.

(RP)
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