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Kleve: Hochschule: Keine Alternative zur Kaserne

Kleve : Hochschule: Keine Alternative zur Kaserne

Die Hochschule Rhein-Waal wächst und wächst und wächst: Im Wintersemester sollen insgesamt bis zu 900 Studenten an beiden Standorten studieren. Allein am Hauptstandort in Kleve sollen im Wintersemster 2010/2011 500 Erstsemester beginnen.

Doch während in Kamp-Lintfort Platz genug für alle künftigen Studierenden in den ehemaligen Industriebauten ist, wird in Kleve der Raum für Studenten zunächst einmal knapp.

Blick über die Grenze

Also geht der begehrliche Blick der Hochschulplaner über die Grenzen Kleves hinaus — nach Emmerich. Dort hätten die Hochschulplaner in der ehemaligen Kaserne ein gutes Gelände, um dort auch Platz für weiter wachsende Fachbereiche zu finden. Genial für die Hochschule — dumm nur für Kleve, das die Studenten jetzt erst einmal mindestens zwei Jahre ziehen lassen muss, bevor sie in den neuen Gebäuden im Hafen endgültig ihre Heimat finden werden: Die promenieren dann eben erst einmal nicht durch Kleve . . .

"Es ist natürlich nicht so, dass jetzt auf einmal alle Studierenden nach Emmerich gehen", sagt Hochschul-Vizepräsident Dr. Martin Goch. Tatsächlich müsse man noch mit dem Bund verhandeln, der ja Besitzer der Liegenschaft ist. "Wir müssen auch noch prüfen, ob die Gebäude überhaupt geeignet sind. Wir werden, wenn wir dort eine vorläufige Bleibe finden, womöglich auch umbauen müssen. Aber all das ist noch nicht endgültig geklärt. Es hat auch noch keine Verhandlungen über einen Mietvertrag gegeben", so Goch. Gestern hat die Hochschule erst einmal mit ihrem Architekten das Gelände besichtigt. Es hat den Vorteil, dass man dort bis zum endgültigen Umzug in den Hafen an nur einem Standort bleiben könnte, ohne stets neue Gebäude suchen zu müssen. Außerdem sind es nur zehn Minuten über die neue Industriestraße bis zur Kaserne, rechnet Goch. Und die Kaserne habe sogar eine eigene Turnhalle. Goch ist ehrlich: "Gegenwärtig zeichnet sich kein alternativer Standort ab. Aber zur Beruhigung: Wir haben die Möbelwagen noch nicht bestellt". Zudem bietet die Kaserne die Möglichkeit, auch zum Wintersemester 2011/2012 zu erweitern. Man nimmt dann eben den nächsten Block . . .

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Aber auch in Kleve baut die Hochschule aus und hat inzwischen einen weiteren Trakt der ehemaligen Alltours-Verwaltung angemietet, den sie für die Studierenden vorbereitet. Teilweise sind die Räume schon renoviert. Auch dort werden noch neue Studenten einziehen können, sagt Goch. Zudem bleiben die Verwaltung und die vorhandenen Fachbereiche in der Kreisstadt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der Bau der Hochschule Rhein-Waal - ein Millionenprojekt bis 2012

(RP)