Kreis Kleve: Hochschule in Kleve: Graffitiszene am Bauzaun

Kreis Kleve: Hochschule in Kleve: Graffitiszene am Bauzaun

Der Mundschutz ist nicht notwendig, schützte aber vor dem durchdringendem Farbgeruch, der über den Platz zieht. Die Sprayer arbeiten bereits den ganzen Morgen, einen Teil der Resultate kann man bereits bewundern.

Die Graffiti-Aktion am Bauzaun, rund um die Baustelle der Hochschule Rhein-Waal, ist auf großes Interesse gestoßen. 99 Flächen können genutzt werden, derzeit sind nur noch sieben Flächen zu vergeben. Gesprayt wird von den unterschiedlichsten Gruppen: Eine große Gruppe junger Erwachsener aus Mönchengladbach ist eigens angereist, andere Flächen werden von Kindergärten, der Wirtschaftsförderung des Kreises Kleve, Jugendeinrichtungen und Künstlern gestaltet. Sebastian Riede, Inhaber eines Graffiti-Ladens in Mönchengladbach und seit Jahren gefragter Künstler in der Szene, sicherte sich gleich 20 der Flächen. Durch seine Kontakte holte er zusätzlich noch Künstler und Sprayer aus der Region an den Zaun.

Das Wetter machte die Arbeit schwer, abgebrochen wurde sie dann aber doch nicht. Der Farbe mache der Regen nichts aus, nur die zu bemalende Fläche dürfe nicht zu nass sein. Also wurde kurzerhand die Regenschauer im benachbarten Radhaus abgewartet, um danach direkt wieder loszulegen. Ein Teil der Künstler hat sich das Motiv vorher überlegt, im Internet nach Anregungen gesucht. Andere dagegen begutachten einfach die Fläche, die sie zugeteilt bekommen haben und legen los. Je nachdem, wie aufwändig das Bild ist, desto mehr Spraydosen verbrauchen die Künstler. Vier bis sechs Dosen sollte man aber schon einplanen und Reste bleiben reichlich.

  • Fotos : Der Bau der Hochschule Rhein-Waal - ein Millionenprojekt bis 2012

Andre Rambach von der Kreis Klever Bauverwaltungs-GmbH (KKB) erklärt, warum die Fläche freigegeben wurden: Es sei sowieso mit Graffiti zu rechnen gewesen, warum sollte man dann nicht direkt den Bauzaun verschönern. Schon bestehende Bilder würden hoffentlich nicht versaut. Der Zaun wird überall bemalt, wo er für das Auge zu sehen ist, vor allem also am Sommerdeich, am Fußweg der Briener Straße und am Kirmesplatz. Derzeit sind noch einige der 1,10 Meter hohen Flächen zu vergeben. Info per Email an ar@kbbgmbh.de.

(RP)