Kleve: Hochbeete und Bänke vor dem Rathaus

Kleve: Hochbeete und Bänke vor dem Rathaus

Die Arbeiten am Platz zwischen Rathaus und Kavarinerstraße haben begonnen. Vor dem "Brunnenhaus" wird der alte Kreuzgang im Belag abgebildet. Der Platz soll helles Pflaster bekommen, 25 Parkplätze haben. Kosten: 500.000 Euro.

Früher standen hier nur Autos auf Asphalt. Es war ein Durchgangsraum, kein Platz, der zum Verweilen einlud. Das kann sich jetzt ändern: Seit gestern reißen Bagger den Asphalt zwischen Rathaus und Kavarinerstraße heraus und bereiten die Fläche für eine völlig neue Gestaltung vor. Vor dem früheren Haupteingang zum Rathaus soll bis Mitte September ein heller, freundlicher Raum entstehen, zwischen der dunklen Fassade des Rathauses, dem "Brunnenhaus" des alten Klosters und dem ehrwürdigen Josefshaus.

Dieser neue Platz soll hellbeiges Pflaster bekommen. "Gehwegflächen und Plätze werden mit sandsteinfarbigen Pflaster und Platten ausgelegt", sagt Jörg Boltersdorf. In die Platzmitte werden zwei gegenüberliegende Hochbeete eingerichtet, die modern mit Corten-Stahl eingefasst sind und zwei Bänke rahmen. Dazwischen sollen zwei Bäumchen liegen. Eingerahmt wird der Platz vom Kreuzgang des Minoritenklosters, von dem Teile im Altbau noch erhalten sind. Die Linien des Kreuzgangs werden künftig in der Flucht des "Brunnenhauses" mit roten Klinkersteinen in den Boden gelegt und mit rötlichen Platten ausgelegt, erklärt Boltersdorf die Planung des Klever Tiefbauamte. Mit dem Platz und den Gehwegen rund ums Rathaus wird die "Black-Box" hell gefasst. Als Lampen sind "Lichtstelen" wie auf der Herzogbrücke vorgesehen.

Zunächst bekommen allerdings nur die Flächen zwischen Rathaus und Kavarinerstraße und zwischen dem Kopfbau des Rathauses und Wallgrabenzone eine endgültige Gestaltung mit diesen hellen Platten. Der Rathaus-Riegel vom neuen Haupteingang bis zum Kopfbau wird lediglich asphaltiert, bis man weiß, was aus der kürzlich "Minoritenplatz" getauften Fläche neben dem Rathaus wird und was aus dem Parkplatz zwischen Volksbank, Deutsche Bank und Wallgrabenzone, der bis jetzt im Volksmund "Minoritenplatz" heißt. "Für den Ausbau des Platzes sind 500.000 Euro vorgesehen. Die werden zum größten Teil mit 70 Prozent gefördert", erklärt Boltersdorf. Die Fördermittel für den Platz kommen aus dem Integrierten Handlungskonzept.

Zurück zum Ausbau zwischen Rathaus und Kavarinerstraße: Hier liegen die sandsteinfarbenen Wege und Flächen auf Bordsteinhöhe, ebenso wie der Kreuzgang-Platz. Die Bordsteine umschließen den Parkplatz, der 25 Plätze hat, zwei davon behindertengerecht: einen am Kopfbau, einen vor dem alten Haupteingang. Die Verkehrsfläche des Parkplatzes wird hellgrau gepflastert, die Parkbuchten dunkelgrau. Vor dem Rathaus sind Parkplatz und der helle Gehweg entlang der Verwaltung mit niedrigen Hecken voneinander getrennt, acht neue Bäumchen kommen vor die Rathausfassade. Rund ein Dutzend Fahrradbügel aufgestellt. Weitere Fahrradplätze sind auf der anderen Seite des Rathauses, ebenso die versenkbaren Müllbehälter.

(RP)