Kreis Kleve: Hilfe für Alleinerziehende stößt auf positive Resonanz

Kreis Kleve: Hilfe für Alleinerziehende stößt auf positive Resonanz

Der Arbeitskreis Frau und Beruf im Kreis Kleve begrüßt, dass ein Hilfsprojekt aufgelegt werden soll.

Sehr zufrieden zeigt sich der Arbeitskreis Frau und Beruf im Kreis Kleve mit der Ankündigung von Landrat Wolfgang Spreen, ein Hilfsprojekt für Alleinerziehende und ihre Kinder aufzulegen. Er hatte dies bei der Einbringung des Haushalt vorgestellt mit der Begründung, der Kreis solle gesellschaftlichen Fehlentwicklungen stärker entgegenwirken. Sehr häufig stünden Alleinerziehende am Rande der Gesellschaft, weil sie Berufstätigkeit (und damit ein hinreichendes Einkommen) und Kindererziehung kaum unter einen Hut bekommen. Teilzeitbeschäftigung führe häufig zu Bedürftigkeit, und nicht immer reiche die Gewährung sozialer Leistungen aus.

Jeweils eine Million Euro will Spreen, wenn der Kreistag dies mitträgt, für 2018 und 2019 für das Förderprojekt zur Verfügung stellen. Der Arbeitskreis Frau und Beruf liefert zu dem Thema Daten der Bundesagentur für Arbeit: Kreisweit bezögen 4095 Frauen Leistungen nach dem SGB II. 1503 Menschen seien alleinerziehend, darunter 1402 Frauen. 403 alleinerziehende Frauen würden nicht von Hartz IV erfasst. Auch unter Flüchtlingen gibt es Alleinerziehende - 30 von 226 sollen es sein, die meisten aus Syrien. Im "Aktivcenter Erziehende" werden 82 Personen betreut, für sie gibt es Kinderbetreuung und eine Heranführung an den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt.

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Im Kreis wird die Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung von Frauen als Problem erkannt. Die Einkommenssituation sei dadurch häufig nicht ausreichend.

(nik)