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Kranenburg: Hier soll nicht das Ende sein

Kranenburg : Hier soll nicht das Ende sein

Mehrere Straßenbau-Projekte sind in der Gemeinde Kranenburg geplant. Bürgermeister Steins beabsichtigt, die Große Straße zu entlasten. Er will den Ortskern von Kranenburg direkt an die "B 9" anbinden.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kranenburg gibt es eine Straßenführung, die im Volksmund als "Tennisschläger" bezeichnet wird. Aus Nimwegen kommend kann man hier eine Runde über "den Schläger" drehen und wieder zurückfahren. Oder man entscheidet sich für die B 504 Richtung Goch.

Ursprünglich war geplant, die Bundesstraße 9 durch die Düffel an die Rheinbrücke anzubinden. Später sollte sie auf dem Klever Ring enden. Das Projekt wurde in den 90er-Jahren gestoppt. So quält sich der Verkehr weiter durch die Ortschaften Nütterden, Donsbrüggen und auch über die bedeutende Klever Tiergartenstraße. Seit Jahren für die Anwohner ein Ärgernis.

Effektive Entlastung

Für Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins ist der Ausbau der "B 9 neu" der einzige konsequente Schritt, um für eine dauerhafte und effektive Entlastung der Ortschaften zu sorgen. Auch vor dem Hintergrund, dass die in Kleve geplante Querspange zwischen Tiergartenstraße auf die Landwehr von der Politik so gut wie beerdigt wurde.

"Aufgrund der Klever Hochschule, der steigenden Bevölkerungsentwicklung in der Region Arnheim/Nimwegen und eines wachsenden Personenverkehrs ist dies die einzige sinnvolle Straße, die für Entlastung sorgt. Die Gänse sind sehr lernfähige Tiere und werden Verständnis dafür haben", betont Steins, der sich Gedanken über alternative Trassenführungen gemacht hat, die nicht durch FFH-Gebiet führen.

Karl-Heinz Burmeister vom BUND sieht keine Möglichkeit, dass die alten Planungen einer Fortführung der B 9 neu noch umgesetzt werden können: "Europäisches Naturschutzrecht macht es unmöglich, dort zu bauen. Die Straße würde ein FFH-Gebiet zerteilen."

Allein eine Trasse von der B 9, ab der Stelle, wo die Bahnlinie die Bundesstraße bei Kranenburg kreuzt, bis auf die Landwehr bei Rindern, sei noch realistisch, so Burmeister. Immerhin stehe diese Trasse noch im Straßenbedarfsplan NRW.

Weitere aktuelle straßenbauliche Projekte in der Gemeinde Kranenburg sind:

Abfahrt von der B 9 auf die Tiggelstraße: Die CDU-Fraktion und Steins wollen diese Abfahrt unbedingt realisieren. "Daraus resultiert eine Entlastung für Wyler und den Kranenburger Ortskern", sagt Steins. 1700 Autos würden täglich weniger durch Wyler fahren. Die Maßnahme führt dazu, dass Niederländer bequemer die Kranenburger Einkaufs-Arena und Innenstadt erreichen.

Ausbau Hettsteeg, Grenzöffnung: Auf der niederländischen Seite zeichne sich eine positive Entwicklung in Richtung Grenzöffnung für den PKW-Verkehr ab, so Bürgermeister Steins. Geplant ist weiterhin, die Straße von der Nimweger Straße bis zur Grenze zu sanieren.

Sollte die Grenze geschlossen bleiben, würde eine Überarbeitung der Fahrbahn von der Nimweger Straße aus bis zur Bahnlinie erfolgen. Die Zuschüsse des Landes für die Komplett-Sanierung des Hettsteegs gibt es jedoch nur, wenn hier wieder die freie Fahrt ins Nachbarland gewährleistet ist. Steins ist guter Dinge, dass die noch offene Frage mit der entsprechenden Grenzöffnung beantwortet wird.

(RP)